"Beneflitz"-Spendenlauf in Dresden: Wer hier mitrennt, hilft traurigen Kindern

Dresden - Wer etwas für die eigene Gesundheit tun und damit gleichzeitig Kindern helfen möchte, hat beim Spendenlauf "Lacrima Beneflitz" in Dresden Mitte April die Chance dazu.

Die Initiatoren des "Lacrima Beneflitz"-Spendenlaufs (v.l.n.r.): "Clever Fit"-Chef Stefan Lasch (43), Johanniter-Bereichsleiter Danilo Schulz (43) und Alexander Schultheis (31) vom Netzwerk "Round Table Dresden". Auch Maskottchen "Lacrima" ist dabei.
Die Initiatoren des "Lacrima Beneflitz"-Spendenlaufs (v.l.n.r.): "Clever Fit"-Chef Stefan Lasch (43), Johanniter-Bereichsleiter Danilo Schulz (43) und Alexander Schultheis (31) vom Netzwerk "Round Table Dresden". Auch Maskottchen "Lacrima" ist dabei.  © Holm Helis

Mit zehn Euro Startgeld ist man beim Spendenlauf für das Johanniter-Kindertrauerzentrum "Lacrima" zwischen dem 17. und 19. April dabei.

Während am 19. April von 10 bis 15 Uhr direkt im Heinz-Steyer-Stadion gemeinsam gelaufen wird, können Teilnehmende bereits ab dem 17. April nach vorheriger Anmeldung privat an den Start gehen, die gewünschte Distanz (bis zu 21,1 Kilometer) auswählen und für den guten Zweck (und für die eigene Fitness) einfach losflitzen. Auf die besten Läufer warten Pokale.

Der gezahlte Zehner geht derweil an die Dresdner Einrichtung an der Seidnitzer Straße, die vor allem trauernde Kinder nach dem Verlust eines Elternteils betreut.

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Auf die Unterstützung durch Spenden sei man dabei angewiesen, wie Danilo Schulz (43), Bereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, gegenüber TAG24 am Donnerstag erklärte.

"Trauer ist keine Krankheit, sondern ein Zustand", sagte Schulz. Fördergelder bekomme die Einrichtung, in der aktuell 55 Kinder betreut werden, deshalb nicht.

Im Lacrima-Trauerzentrum an der Seidnitzer Straße wird Kindern nach dem Verlust eines Angehörigen geholfen. (Archivbild)
Im Lacrima-Trauerzentrum an der Seidnitzer Straße wird Kindern nach dem Verlust eines Angehörigen geholfen. (Archivbild)  © Holm Helis
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"Beneflitz": Laufen für den guten Zweck

Das Trio hofft auf viele Teilnehmer.
Das Trio hofft auf viele Teilnehmer.  © Holm Helis

Das Geld werde dabei benötigt, um die jährlichen Fixkosten (rund 90.000 Euro) zu decken, die Ausbildung der ehrenamtlichen Trauerbegleiter zu finanzieren sowie Bastelmaterialien und andere Utensilien für die Kinder bereitzustellen, die dabei helfen sollen, den Schmerz nach einem Verlust verarbeiten zu können.

Mit der Unterstützung von Stefan Lasch (43), Geschäftsführer des Fitnessstudios "Clever Fit" an der Waldschlößchenbrücke und Alexander Schultheis (31) vom Netzwerk "Round Table Dresden", hat Schulz deshalb den Spendenlauf organisiert. Am Donnerstag traf man sich zum Videodreh, um zum Spendenlauf aufzurufen.

Seit gut zwei Jahren arbeite Lasch bereits mit den Johannitern zusammen. Beim letzten "Beneflitz" sei er noch privat mitgelaufen und auch diesmal wolle er zumindest die Distanz von zwei Kilometern wieder zurücklegen, erzählte er schmunzelnd.

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Interessierten, die lieber drinnen rennen möchten, bot der "Clever Fit"-Chef zudem an, in seinem Fitti auf dem Laufband am Spendenlauf teilzunehmen - auch ohne Mitgliedschaft.

Lacrima-Trauerbegleitung in Dresden: "Da ist jemand, der teilt meinen Schmerz mit mir"

Am 19. April findet der Spendenlauf im Heinz-Steyer-Stadion statt. Wer will, kann aber schon vorher privat laufen gehen.
Am 19. April findet der Spendenlauf im Heinz-Steyer-Stadion statt. Wer will, kann aber schon vorher privat laufen gehen.  © Thomas Türpe

Auch Johanniter-Bereichsleiter Schulz selbst werde mitlaufen. Er peilt die Fünf-Kilometer-Strecke an und betonte: "Die Bestzeit steht nicht im Mittelpunkt, sondern der gute Zweck."

Während sich die Initiatoren im vergangenen Jahr über Anmeldungen aus Südafrika oder Mallorca freuten, hoffen sie auch in diesem Jahr auf rege Teilnahme. Bei der diesjährigen Ausgabe des Spendenlaufs seien gar schon Anmeldungen aus Italien eingetrudelt.

Abschließend gab Schulz noch Einblicke in die Arbeit des Trauerzentrums. Dreh- und Angelpunkt sei dabei, den Kindern zu vermitteln, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein dastehen.

"Da ist jemand, der teilt meinen Schmerz mit mir", beschrieb Schulz das Ziel seiner Arbeit. Mit verschiedenen Ritualen, etwa dem Basteln von Kerzen, soll dabei der Austausch mit den betroffenen Kindern gefördert werden.

Wer am "Lacrima Beneflitz"-Spendenlauf teilnehmen möchte, kann sich unter folgendem Link anmelden: https://rt204.de/beneflitz-2026/. Weitere Informationen zum Projekt findet Ihr unter www.johanniter.de.

Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis

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