Beschlossen! Dresden kauft von Vonovia bis zu 3000 Wohnungen zurück

Dresden - Die Stadt Dresden legt sich wieder ein eigenes Wohnungspolster an: 16 Jahre nach dem Verkauf des kompletten kommunalen Wohnungsbestandes an einen Vorgänger der Vonovia wird Dresden nun bis zu 3000 Wohnungen zurückkaufen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

OB Dirk Hilbert (50, FDP, l.) ist glücklich über den Stadtratsbeschluss, Stadtrat Vincent Drews (34, SPD) will mehr Wohnungen ankaufen.
OB Dirk Hilbert (50, FDP, l.) ist glücklich über den Stadtratsbeschluss, Stadtrat Vincent Drews (34, SPD) will mehr Wohnungen ankaufen.  © Ove Landgraf, Norbert Neumann (Bildmontage)

Bereits Anfang April war mit dem Bochumer Immobilienkonzern eine Absichtserklärung beschlossen worden. Nach dem grünen Licht durch das Stadtparlament wird es nun ernst.

Die Wohnungen sollen von der städtischen Wohnungsgesellschaft "Wohnen in Dresden" (WiD) erworben werden. Im Doppelhaushalt 2023/24 sind dafür rund 40 Millionen Euro vorgesehen. OB Dirk Hilbert (50, FDP) erklärt dazu: "Das ist ein Meilenstein für den Dresdner Wohnungsmarkt."

Der SPD geht das allerdings nicht weit genug. "3000 Wohnungen können nur die erste Tranche sein", so Stadtrat Vincent Drews (34). Er plädierte für einen Ankauf von weiteren 2000 Vonovia-Wohnungen.

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Zudem sollten diese aufgrund einer besseren gesellschaftlichen Durchmischung über das gesamte Stadtgebiet verteilt sein. Allerdings konnten sich die Sozialdemokraten damit im Stadtrat nicht durchsetzen. Auch nicht damit, dass die anzukaufenden Unterkünfte nicht aus dem Vonovia-Bestand kommen sollen, für die das Rathaus bereits jetzt ein Belegungsrecht hat.

Derzeit kann die Stadt bei 10.000 Vonovia-Wohnungen mitbestimmen, wer dort einziehen kann. Die Regelung gilt noch bis 2036.

Zahlreiche Plattenwohnungen in Dresden befinden sich im Eigentum des Vonovia-Konzerns. Das soll sich nun ändern.
Zahlreiche Plattenwohnungen in Dresden befinden sich im Eigentum des Vonovia-Konzerns. Das soll sich nun ändern.  © imago images/C3 Pictures
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Tilo Wirtz (54) von den Linken warnt: "Das Geschäft darf nicht so aussehen, dass Vonovia dringend benötigtes Cash generiert, während die städtische WiD dringend sanierungsbedürftige Immobilien übernimmt."

Titelfoto: imago images/C3 Pictures, Ove Landgraf, Norbert Neumann (Bildmontage)

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