Besuchertag in Kaditzer Kläranlage: Was täglich im Klo entsorgt wird

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Dresden - Es ist einer der ehrlichsten Orte der Stadt: In der Kläranlage Kaditz kommt an, was Dresden runterspült. Beim Tag der offenen Tür konnten am Sonntag Tausende sehen, wie aus brauner Brühe wieder sauberes Wasser wird.

Bereits bei den Infoständen am Eingang war so viel los wie auf der gesamten Anlage.
Bereits bei den Infoständen am Eingang war so viel los wie auf der gesamten Anlage.  © Eric Münch

"Das größte war ein Einkaufswagen", feixt ein Mitarbeiter der Stadtentwässerung. Der 37-Jährige kennt die ekligen Fundstücke genau.

Fünf Tonnen grober Müll landen hier jeden Tag bei ihm auf dem Förderband, werden gepresst und im Container entsorgt. Bis zu 90 Prozent davon seien Feuchttücher, erzählt er.

Besonders Cossebaude falle dabei auf. Im Pumpwerk werden die Tücher zum echten Problem: Sie verstopfen die Technik, Pumpen bleiben stehen.

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"An denen kannst du Autos aufhängen." Auch Heidenau hat seine ganz eigene Note. Von dort komme besonders viel Fett an. "Keine Ahnung, ob die da mehr frittieren als andere Stadtteile", so der Mitarbeiter trocken.

Große Augen auf noch größere Brocken: Der Feinrechen fischt alles raus.
Große Augen auf noch größere Brocken: Der Feinrechen fischt alles raus.  © Eric Münch
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Klo ist kein Mülleimer!

Die weißen Schlangen sind keine Bandwürmer, sondern rausgefilterte Feuchttücher.
Die weißen Schlangen sind keine Bandwürmer, sondern rausgefilterte Feuchttücher.  © Eric Münch

Die Kläranlage Kaditz liegt am tiefsten Punkt Dresdens, direkt vor der Elbe. Bei Trockenwetter fließen dort täglich rund 120 Millionen Liter durch, etwa zehn Badewannen pro Sekunde.

Beim Rundgang konnten Besucher die Stationen verfolgen, auf die markanten "Fauleier" steigen und erfahren, wie aus Klärschlamm Energie gewonnen wird.

Auch auf der Programm-Bühne oft betont: Das Klo ist kein Mülleimer! Auch wenn manche Produkte anderes versprechen. "Milchschnitten und Fruchtzwerge sind auch nicht gesund, nur weil es draufsteht", so der 37-Jährige.

Titelfoto: Eric Münch

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