Coronavirus in Dresden: Kretschmer macht AfD für desolate Lage mitverantwortlich

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 67.676 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 12.385 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 923,2 (Stand 6. Dezember, 12 Uhr; Vortag: 906,6).

In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.
In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 22. November gelten in Sachsen erneut verschärfte Maßnahmen.

Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schließen.

Die Gastronomie darf unter 2G-Bedingungen bis 20 Uhr geöffnet haben.

Dresden: Ein Querdenker? Radler rauscht durch Absperrung am Landtag und wird von Polizisten zu Fall gebracht!
Dresden Crime Ein Querdenker? Radler rauscht durch Absperrung am Landtag und wird von Polizisten zu Fall gebracht!

Weihnachtsmärkte wurden abgesagt genauso wie andere Großveranstaltungen.

Diese und weitere Einschränkungen sollen vorerst bis 12. Dezember gelten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 6. Dezember, 16.22 Uhr: Ziemiak verurteilt Fackelaufmarsch von Gegnern der Corona-Politik

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (36) hat den Fackelaufmarsch von Gegnern der staatlichen Corona-Politik vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) scharf kritisiert.

"Einen Aufmarsch mit brennenden Fackeln, so etwas darf es nicht geben, und erinnert an dunkelste Kapitel", sagte er am Montag nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums.

"Deswegen volle Solidarität von unserer Seite mit ihr und mit allen, die sich einsetzen für den Dialog und vor allem für die Aufklärung in diesen Zeiten der Corona-Pandemie."

Paul Ziemiak (36), CDU-Generalsekretär.
Paul Ziemiak (36), CDU-Generalsekretär.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 6. Dezember, 15.27 Uhr: Landtag stellt epidemische Lage in Sachsen fest

Sachsens Landtag hat am Montag die epidemische Lage im Freistaat festgestellt und so die rechtliche Grundlage für eigene Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Landtag stellt epidemische Lage in Sachsen fest! Kommen nun neue Corona-Maßnahmen?

Update, 6. Dezember, 14.55 Uhr: Kretschmer macht AfD für desolate Corona-Lage mitverantwortlich

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hat die AfD für die Zuspitzung der Corona-Pandemie im Freistaat mitverantwortlich gemacht.

"Sie tragen eine große Verantwortung dafür, wie das derzeit in diesem Land ist", sagte er am Montag in einer Rede zur Feststellung der epidemischen Lage in Sachsen.

Dabei ging er auch auf das Schicksal des AfD-Landtagsabgeordneten Ivo Teichmann (54) ein, der am Wochenende seine schwere Covid-19-Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Kretschmer zollte ihm dafür Respekt und wünschte baldige Genesung.

Doch während Teichmann im Krankenhaus liege, habe die AfD zur gleichen Zeit etwa in Pirna für eine Demonstration gegen das Impfen und eine angebliche "Corona-Diktatur" mobilisiert, sagte Kretschmer. Das Verhalten der Partei habe einen großen Schaden provoziert.

"Natürlich macht es etwas mit einer Gesellschaft, wenn eine politische Kraft, die in einem Parlament sitzt mit Abgeordneten, ständig wissenschaftliche Fakten, wissenschaftliche Notwendigkeiten leugnet (...). Das hat nichts, gar nichts mit Oppositionsarbeit zu tun. Das ist billiger Populismus."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Dezember, 12.20 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Dresden

Die Stadt meldete am heutigen Montag 1718 neue Infektionen.

51 Personen mussten ins Krankenhaus, sechs Menschen starben. Die Inzidenz stieg auf 923,2 (Vortag 906,6).

Update, 6. Dezember, 9 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt - fast 5000 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Montag mit 1234,4 an, nachdem sie am Sonntag bei 1227,1 gelegen hatte.

Sachsen hat damit bundesweit mit weitem Abstand die höchste Inzidenz vor den Nachbarländern Thüringen (1040,5) und Sachsen-Anhalt (861). Bundesweit lag die Inzidenz am Montag laut RKI bei 441,9.

Von Sonntag auf Montag meldeten die Gesundheitsämter dem RKI fast 5000 Neuinfektionen. Zudem wurden drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Die Zahlen könnten allerdings auch höher liegen, etwa weil am Wochenende einige neue Fälle verzögert gemeldet werden.

Die Landkreise Meißen und Mittelsachsen weisen mit Werten von 2328,1 beziehungsweise 2099,4 die bundesweit höchsten Inzidenzen auf. Der niedrigste Wert in Sachsen wurde mit 686,5 in der Stadt Leipzig registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist wieder gestiegen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist wieder gestiegen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Dezember, 8.35 Uhr: Wöller fordert "Schnellprozesse" bei Corona-Verstößen: "Sind rigoros zu ahnden!"

Nach dem Fackelaufmarsch vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) hat Landesinnenminister Roland Wöller (51, CDU) ein rigoroses Vorgehen bei Verstößen gegen Corona-Regeln gefordert.

Mehr Informationen findet Ihr in unserem TAG24-Artikel " Wöller fordert "Schnellprozesse" bei Corona-Verstößen: "Sind rigoros zu ahnden!" "

Update, 6. Dezember, 8.15 Uhr: Ausgangssperre in Dresden für Ungeimpfte wird-wieder aufgehoben

Die Ausgangssperre für Ungeimpfte wird wieder aufgehoben! Grund dafür ist die Inzidenz, die wieder unter dem Schwellenwert 1000 liegt.

Am Montag lag die Inzidenz in Dresden den dritten Tag in Folge unter 1000. Sie betrug laut RKI 923,3.

Mehr Infos gibt's in unserem TAG24-Artikel "Ausgangssperre in Dresden für Ungeimpfte wird-wieder aufgehoben"

Update, 6. Dezember, 7.30 Uhr: Dresdner Polizei rüstet sich vor Landtag: Sachsen entscheidet heute über die epidemische Lage!

Seit Wochen mobilisieren Gegner der Corona-Politik in Sachsen. Nach den bedrohlichen Szenen vor dem Haus von Ministerin Petra Köpping (63, SPD) könnte es an diesem Montag einen neuen Höhepunkt des Protests geben. Denn: Der Sächsische Landtag will am Montag (13 Uhr) über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden.

Nach dem Entsetzen über den Fackelaufmarsch vor dem Privathaus von Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping bereitet sich die Polizei in Dresden auf einen Großeinsatz vor.

Mehr erfahrt Ihr in unserem TAG24-Artikel "Dresdner Polizei rüstet sich vor Landtag: Sachsen entscheidet heute über die epidemische Lage!"

Update, 5. Dezember, 22.41 Uhr: Sachsens Polizei greift erneut bei Demos gegen Corona-Politik ein

Die Polizei in Sachsen ist am Sonntagabend weiter in mehreren Städten gegen nicht genehmigte Kundgebungen von Gegnern der Corona-Politik eingeschritten.

So hatten sich den Angaben nach mehrere hundert Menschen nahe dem Neustadtplatz in Plauen versammelt und seien losgezogen. Der Zug sei teilweise auf rund 830 Teilnehmer angewachsen. Ein zweiter Aufzug mit über 30 Menschen konnte kurz nach Beginn gestoppt werden.

Verbotene Versammlungen gab es außerdem in Auerbach (Vogtlandkreis), Kirchberg (Landkreis Zwickau) und Penig (Mittelsachsen). Es seien zahlreiche Personalien festgestellt und Platzverweise ausgesprochen worden. Viele Teilnehmer müssten mit Anzeigen unter anderem wegen eines verbotenen Aufzugs rechnen.

Update, 5. Dezember, 17.50 Uhr: Landtag stimmt über epidemische Lage ab - Demo vor Parlament erwartet

Der Sächsische Landtag will am Montag über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden.

In der Begründung ihres Antrages macht die sächsische Regierung auf die dramatische Lage aufmerksam. Bei einer Fortdauer der derzeitigen Dynamik könne sich die ohnehin schon hohe Inzidenz bis Jahresende auf bis zu 2800 erhöhen. Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Corona-Wocheninzidenz von 1224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an.

Mit der Feststellung der epidemischen Lage will die Landesregierung Rechtssicherheit für eine Fortsetzung bestehender Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung erlangen. Parallel zur Landtagssitzung wird ein Protest von Kritikern der Schutzmaßnahmen erwartet.

Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, da auch Extremisten über die sozialen Netzwerke zur Teilnahme aufriefen.

Am 6. Dezember stimmen die Abgeordneten des Sächsischen Landtags über die epidemische Lage im Freistaat ab.
Am 6. Dezember stimmen die Abgeordneten des Sächsischen Landtags über die epidemische Lage im Freistaat ab.  © Robert Michael/dpa

Update, 5. Dezember, 13.05 Uhr: Inzidenz in Dresden

Die Inzidenz in Dresden ist den zweiten Tag in Folge unter 1000.

Lag sie am Samstag noch bei 973,0 war sie am Sonntag bei 906,6.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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