Coronavirus in Dresden: Sächsische Dampfschifffahrt nimmt Linienverkehr auf

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 26.761 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,7 (Vortag: 167,4). Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 146,9 (Vortag: 147,6; alle Stand: 16. April, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der nochmal verlängert wurde - diesmal bis zum 9. Mai.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 16. April, 20.40 Uhr: Sachsen für die Schweiz wieder Corona-Risikogebiet

Wegen hoher Infektionszahlen steht das Bundesland Sachsen ab kommenden Montag wieder auf der Schweizer Liste der Corona-Risikoländer und -gebiete. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Freitag in Bern mit.

Dann müssen Reisende, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, zur Einreise einen negativen Test vorlegen und nach Ankunft zehn Tage in Quarantäne gehen. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Bericht: "Sachsen ist für die Schweiz jetzt Corona-Risikogebiet!".

Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.
Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.  © 123RF/Fedor Selivanov

Update, 16. April, 18 Uhr: Konzerte in der Pandemie: Musiker Vogler für mehr Modellprojekte

Der Cellist und Intendant Jan Vogler (57) hält Modellprojekte zu Konzerten für einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Normalisierung des Musikbetriebes in der Corona-Pandemie. Sie könnten dabei helfen, wichtige Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln, sagte Vogler der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

"Wenn wir als Bürger diese Pandemie emotional überstehen wollen, müssen wir jetzt für Kultur in unserem Alltag kämpfen. Nach über zwölf Monaten Leben mit Covid-19 haben wir viel dazugelernt und mit Tests, Nachverfolgungen und Impfungen wirksame Mittel, um Kulturveranstaltungen sicher durchzuführen."

Vogler, der als Intendant der Dresdner Musikfestspiele und Leiter des Moritzburg Festivals abwechselnd in New York und Dresden lebt und international als Solist gastiert, unterstützte die Forderungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) zur Nachbesserung des Infektionsschutzgesetzes.

"Wir alle brauchen existenziell Hoffnung, Licht und Trost in unserem Leben, diese Gefühle zu vermitteln - dafür ist Musik geschaffen", sagte der Cellist und Intendant zweier Musikfestivals in Sachsen, Jan Vogler (57).
"Wir alle brauchen existenziell Hoffnung, Licht und Trost in unserem Leben, diese Gefühle zu vermitteln - dafür ist Musik geschaffen", sagte der Cellist und Intendant zweier Musikfestivals in Sachsen, Jan Vogler (57).  © Patrick Pleul/dpa

Update, 16. April, 17.37 Uhr: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz am Samstag

Trotz mehrerer Verbote von Corona-Demonstrationen rüstet sich die Polizei am Samstag in Dresden für einen Großeinsatz.

"Eine gewisse Ungewissheit bleibt", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Zwar fehlt den Anhängern der "Querdenken"-Initiative anders als Mitte März ein legaler Anlaufpunkt. Dennoch würde derzeit im Internet unter "Querdenken"-Anhängern zu Spaziergängen oder zum Shoppen in der Innenstadt aufgerufen. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Artikel "Trotz Demo-Verbot für 'Querdenken: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz".

Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländern unterstützt.
Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländern unterstützt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 16. April, 16.21 Uhr: Rund 200.000 Kontrollen an tschechischer Grenze

Wegen der Einstufung von Tschechien als Virusvariantengebiet durch deutsche Behörden hat die Bundespolizei von Mitte Februar bis Mitte April vorübergehend Grenzkontrollen vorgenommen.

In dieser Zeit habe es rund 200.000 Kontrollen gegeben, teilte die Bundespolizei am Freitag in Pirna mit. Etwa 24.000 Menschen wurden demnach an der Grenze abgewiesen, weil keine Ausnahme laut Corona-Schutzverordnung vorlag. Rund 33.000 Reisende verfügten nicht über die notwendige Digitale Einreiseanmeldung und 15.000 Personen konnten keinen negativen Corona-Testnachweis vorlegen.

Vom Vogtland bis zum Dreiländereck bei Zittau waren Bundespolizisten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Einheiten aus ganz Deutschland. Die Kontrollen seien unter anderem in enger Abstimmung mit den tschechischen Behörden, dem Zoll sowie Hilfsorganisationen erfolgt, hieß es.

Update, 16. April, 14.53 Uhr: Dresdner Dampfschifffahrt nimmt Linienverkehr auf der Elbe auf

Die Sächsische Dampfschifffahrt hat am Freitag mit zwei Schiffen den Linienverkehr auf der Elbe aufgenommen. Damit werden der historische Raddampfer "Pillnitz" und das moderne Salonschiff "Gräfin Cosel" vorübergehend zu öffentlichen Verkehrsmitteln. "Es ist alles pünktlich gestartet", sagte eine Sprecherin der Sächsische Dampfschiffahrt GmbH (SDS) am Freitag. Es seien trotz des regnerischen Wetters Gäste an Bord gekomen. "Allerdings nicht so viele wie bei Sonnenschein."

Die beiden Dampfer verkehren nun im Linienverkehr zwischen Blasewitz und Pillnitz. Der Betrieb wurde nach Monaten des coronabedingten Stillstands entsprechend umgestellt. Damit ist es nun möglich, unabhängig von der Wocheninzidenz in der Corona-Krise freitags bis sonntags planmäßig im ÖPNV-Modus zu verkehren - vier mal täglich elbaufwärts mit Hygienekonzept. Tickets gibt es ausschließlich online, es gilt Maskenpflicht während der Fahrt.

Das Salonschiff "Gräfin Cosel" der Sächsischen Dampfschifffahrt GmbH (SDS) fährt vor der Kulisse der Altstadt auf der Elbe. Insgesamt zwei Schiffe der Flotte der Sächsischen Dampfschifffahrt werden vorübergehend als öffentliche Verkehrsmittel zwischen Dresden und Pillnitz eingesetzt.
Das Salonschiff "Gräfin Cosel" der Sächsischen Dampfschifffahrt GmbH (SDS) fährt vor der Kulisse der Altstadt auf der Elbe. Insgesamt zwei Schiffe der Flotte der Sächsischen Dampfschifffahrt werden vorübergehend als öffentliche Verkehrsmittel zwischen Dresden und Pillnitz eingesetzt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 16. April, 14.22 Uhr: Gläserne Manufaktur von VW öffnet wieder für Besucher

Nach coronabedingter mehrmonatiger Schließzeit öffnet die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden am Samstag für Besucher. Für die Wiedereröffnung gebe es ein "umfangreiches Hygienekonzept", teilte der Autobauer am Freitag in Dresden mit.

Unter anderem müssten Besucher einen negativen Schnelltest oder eine Selbstauskunft vorlegen. Anstatt eines geführten Rundgangs gibt es für Gäste einen 25-minütigen Vortrag in der Erlebniswelt zum Thema E-Mobilität, die vorher und nachher erkundet werden kann.

Zu sehen ist zudem die neue Ausstellung "20 Jahre Gläserne Manufaktur" sowie ein Projekt von 14 Auszubildenden, die einen ID.3. nach eigenen Vorstellungen aufgebaut haben.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden darf wieder besucht werden.
Die Gläserne Manufaktur in Dresden darf wieder besucht werden.  © Steffen Füssel

Update, 16. April, 14.11 Uhr: Sondersitzung des Landtages zum Infektionsschutzgesetz

Der Sächsische Landtag befasst sich am kommenden Dienstag mit den geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz des Bundes. Die Sondersitzung war von der AfD-Fraktion beantragt worden, teilte das Parlament am Freitag mit.

AfD-Fraktionschef Jörg Urban warf der Bundesregierung vor, die Länder entmachten zu wollen: "Sie will mit ihrer 'Corona-Notbremse' ab einer bestimmten Inzidenz Schulen schließen, Ausgangssperren verhängen und Läden zusperren. Die AfD verwehrt sich der Einflussnahme des Bundes auf die Länder, besonders auf der Basis des wissenschaftlich hochumstrittenen Inzidenzwertes."

Mit dem Antrag wird die sächsische Regierung unter anderem aufgefordert, den Gesetzentwurf ergebnisoffen im Bundesrat zu diskutieren und sich um eine Klärung im Vermittlungsausschuss zu bemühen.

Update, 16. April, 12.20 Uhr: Fast 800.000 Kontrollen an tschechischer Grenze - 60.000 Abweisungen

Wegen der Einstufung von Tschechien als Virusvariantengebiet durch deutsche Behörden hat die Bundespolizei von Mitte Februar bis Mitte April wieder Grenzkontrollen durchgeführt.

Bei fast 800.000 Kontrollen in diesem Zeitraum seien 60.000 Personen vor der Einreise nach Deutschland abgewiesen worden, weil sie keine Ausnahme nach der Corona-Schutzverordnung beanspruchen konnten, wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Freitag mitteilte.

Rund 68.000 Reisende verfügten nicht über die notwendige Digitale Einreiseanmeldung und mehr als 37.000 Personen konnten keinen negativen Corona-Testnachweis vorlegen.

Update, 16. April, 12.15 Uhr: Neue Corona-Zahlen

Die sächsische Landeshauptstadt vermeldete am Freitag 116 Neuinfektionen, darunter 65 bekannte Fälle von Virusvarianten.

Die Gesamtzahl der Corona-Erkrankungen steigt damit auf 26.761 - davon gelten 24.019 allerdings wieder als genesen.

Es wurden sechs neue Sterbefälle vermeldet, die Gesamtzahl der bisherigen Todesfälle liegt bei 1012. 19 Infizierte mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 146,9 (Vortag: 147,6). Laut Angaben der Stadt Dresden hingegen liegt die Inzidenz bei 164,7 (Vortag: 167,4).

Mandy Kanitz (l) und Linda Rößler bereiten im Dresdner Restaurant Carolaschlösschen einen Corona-Schnelltest vor. Das Restaurant ist eines von mehr als 20 Testzentren in der Landeshauptstadt.
Mandy Kanitz (l) und Linda Rößler bereiten im Dresdner Restaurant Carolaschlösschen einen Corona-Schnelltest vor. Das Restaurant ist eines von mehr als 20 Testzentren in der Landeshauptstadt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. April, 12 Uhr: Kretschmer ruft zu Gedenken an Corona-Todesopfer auf

Die deutschen Länderchefs haben sich anlässlich der zentralen Gedenkfeier für die Todesopfer der Corona-Pandemie an diesem Sonntag mit einem gemeinsamen Aufruf an die Bevölkerung gewandt.

Die Menschen wurden gebeten - wie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) angeregt - von Freitag bis Sonntag jeweils am Abend eine Kerze ins Fenster zu stellen.

In dem Aufruf kommt jeder der 16 Länderchefs persönlich zu Wort. "Es ist richtig, uns immer wieder bewusst zu werden, dass jedes einzelne Menschenleben wertvoll ist und zählt. Die Gedenkaktion ist eine gute Möglichkeit, dies zeitgleich überall in unserem Land deutlich zu machen und auszudrücken", erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) und warb für ein solidarisches Miteinander.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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