Coronavirus in Dresden: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen über 1200

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 57.426 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 11.303 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 894,8 (Stand 27. November, 12 Uhr; Vortag: 735,7).

In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.
In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 22. November gelten in Sachsen erneut verschärfte Maßnahmen.

Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schließen.

Die Gastronomie darf unter 2G-Bedingungen bis 20 Uhr geöffnet haben.

Test-Aufregung vor der Stadtratssitzung
Dresden Politik Test-Aufregung vor der Stadtratssitzung

Weihnachtsmärkte wurden abgesagt genauso wie andere Großveranstaltungen.

Diese und weitere Einschränkungen sollen vorerst bis 12. Dezember gelten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 27. November, 13.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen über 1200

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen steigt weiter an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wurden binnen eines Tages 10.593 neue Corona-Fälle sowie 48 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg auf 1201,1. Am Freitag hatte er bei 1192,8 gelegen.

Sachsen ist den RKI-Daten zufolge weiterhin das mit Abstand am stärksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Der Erzgebirgskreis bleibt mit einem aktuellen Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz von 2000,5 der Hotspot unter den Regionen bundesweit, allerdings mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vortag (2006,2).

Dahinter folgen die Landkreise Bautzen (1617,7) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1602,6).

Update, 27. November, 10.25 Uhr: Erster Intensivpatient aus Sachsen im Nordosten angekommen

Ein Intensivpatient aus Sachsen ist am späten Freitagabend nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt worden.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Erster Corona-Intensivpatient aus Sachsen im Nordosten angekommen.

Update, 27. November, 6.34 Uhr: Geimpft und getestet – Knecht Ruprecht trotzt Corona

Der Weihnachtsmann kommt auch an diesem Heiligabend in manche Familie, trotz Corona-Pandemie.

Mehr Informationen zum Thema gibt's hier: Geimpft und getestet: Hier kommt der Weihnachtsmann trotz Corona.

Der Weihnachtsmann kommt auch an diesem Heiligabend in manche Familie – trotz Corona-Pandemie.
Der Weihnachtsmann kommt auch an diesem Heiligabend in manche Familie – trotz Corona-Pandemie.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 5 Uhr: Rückgang bei Einbürgerungen während Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie bremst die Einbürgerung bereits lange in Sachsen lebender Migranten.

Nach Angaben des Innenministeriums bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur nahmen im Jahr 2020 im Freistaat 1775 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft an – 316 weniger als 2019.

Die meisten stammten aus Syrien, gefolgt von Vietnamesen, Ukrainern, Polen und Menschen aus der Russischen Föderation. Von 2018 zu 2019 waren die Einbürgerungen noch von 1647 auf 2091 gestiegen.

"Das Interesse an Einbürgerung ist sehr groß", sagte Markus Guffler, Sprecher des Ausländerbeauftragten. Der Rückgang 2020 liege womöglich daran, dass Ämter während der Pandemie nur eingeschränkt arbeitsfähig waren.

Update, 26. November, 18.21 Uhr: Ausgangssperre inzwischen in zehn Landkreisen

Wegen der Hotspot-Regelung haben inzwischen alle zehn sächsischen Landkreise die nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte verhängt.

Lediglich in den Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig ist die Regelung nicht in Kraft, weil dort noch nicht die kritische Inzidenz-Marke von 1000 überschritten wurde. Am Freitag meldete der Landkreis Görlitz, dass die Ausgangsbeschränkungen dort ab Samstag gelten, weil die Inzidenz nach Mitteilung des RKI bei 1295,1 liege.

Die seit Montag geltende Corona-Notfall-Verordnung sieht vor, dass in Hotspot-Regionen mit einer Corona-Inzidenz über 1000 Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte gelten. Diese dürfen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag nur aus triftigen Gründen ihre Wohnung verlassen. Wird die 1000er-Inzidenz an drei Tagen in Folge unterschritten, wird die Regelung aufgehoben.

Update, 26. November, 17.43 Uhr: Mehr Grippefälle bisher in Sachsen als 2020

In der zweiten Grippesaison unter Corona-Hygienebedingungen gab es bisher mehr als doppelt so viele Infektionsfälle wie im Vorjahreszeitraum.

Nach dem jüngsten Bericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) wurden seit Anfang Oktober 29 Nachweise übermittelt, wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte. In der 46. Woche 2020 waren es zwölf.

Update, 26. November, 17.37 Uhr: Dresdner Ordnungsamt verstärkt Corona-Kontrollen

Das Ordnungsamt Dresden will mit Wochenbeginn die Einhaltung der Corona-Regeln vermehrt kontrollieren. Wie die Verwaltung am Freitag mitteilte, sind dann bis zu zehn Kontrollteams im Einsatz, um Quarantänevorgaben zu überprüfen.

Seit 8. November habe man bei rund 1000 Kontrollen in diesem Bereich keine Verstöße feststellen können, hieß es.

Ein weiterer Schwerpunkt seien Kontrollen in der Gastronomie und im Einzelhandel, wo in Sachsen die 2G-Regel (genesen oder geimpft) gilt. Ferner wolle man ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht und die 3G-Regelung im öffentlichen Nahverkehr legen.

Ordnungsamt-Mitarbeiter kontrollieren die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung auf der Hauptstraße.
Ordnungsamt-Mitarbeiter kontrollieren die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung auf der Hauptstraße.  © Robert Michael/dpa

Update, 26. November, 17.35 Uhr: Vollversorgung von Patienten in Gefahr

Die Lage in Krankenhäusern vor allem der Region Chemnitz spitzt sich nach Experteneinschätzung dramatisch zu.

Mehr dazu lest ihr im TAG24-Artikel: ""Katastrophale Lage" - Vollversorgung von Patienten in Gefahr"

Update, 26. November, 14.49 Uhr: Bundeswehr mit über 350 Soldaten an der sächsischen Corona-Front

Die Bundeswehr ist derzeit mit mehr als 350 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz in Sachsen.

"Durch die sehr dynamische Lage kann die Zahl weiterer Unterstützungskräfte jedoch schnell ansteigen", sagte Oberstleutnant Eric Gusenburger, Sprecher der Bundeswehr in Sachsen, am Freitag der Deutschen Presse- Agentur. In ganz Deutschland seien derzeit mehr als 3500 Soldaten in 14 Bundesländern dafür abkommandiert; bis zu 8000 stünden insgesamt als Kontingent zur Verfügung.

"Die Soldatinnen und Soldaten sind in der Kontaktnachverfolgung in Gesundheitsämtern und als helfende Hände in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen im ganzen Freistaat im Einsatz. Helfende Hände bedeutet ein unterstützender Einsatz für alle Tätigkeiten außerhalb medizinischer und pflegerischer Aufgaben, zum Beispiel am Patienten", erklärte der Sprecher.

Die Bundeswehr packt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit an. Die Soldaten helfen in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen.
Die Bundeswehr packt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit an. Die Soldaten helfen in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen.  © Maurice Heck/Bundeswehr/dpa

Update, 26. November, 14.22 Uhr: Erzgebirgskreis in Sachsen mit Inzidenz über 2000

Mit dem sächsischen Erzgebirgskreis hat eine Region in Deutschland die Inzidenz-Marke von 2000 überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche für den Landkreis am Freitag mit 2006,2 an.

Umgerechnet bedeutet das, dass binnen sieben Tagen für jeden 50. Bürger ein positiver Nachweis gemeldet wurde. Damit hat der Erzgebirgskreis mit weitem Abstand die höchste Inzidenz - gefolgt von den beiden sächsischen Landkreisen Bautzen (1683,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1631,6).

Sachsenweit liegt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 1192,8 - der höchste Wert unter allen Bundesländern.

Mehr dazu hier: Horror-Inzidenz! Dieser sächsische Landkreis liegt über 2000

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, 123rf/drmicrobe

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