Coronavirus in Dresden: Sachsen erreicht mit 18.000 Impfdosen pro Tag einen "Spitzenwert"

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 26.508 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 171,5 (Vortag: 154,8). Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 147,6 (Vortag: 136,3; alle Stand: 14. April, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der nochmal verlängert wurde - diesmal bis zum 9. Mai.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 14. April, 18.40 Uhr: Sachsen will Personenkreis für Corona-Impfungen erweitern

Sachsen will den Personenkreis der Berechtigten für eine Corona-Schutzimpfung in der kommenden Woche weiter öffnen.

Das gab Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) am Mittwoch bei einer Video-Konferenz mit Vertretern unterschiedlicher Bereiche der Gesellschaft bekannt. Das soll Personen der sogenannten dritten Priorisierungsgruppe betreffen. Schon bisher konnten sich aus dieser Gruppe Menschen im Alter ab 60 für eine Impfung anmelden. Künftig soll das auch für andere möglich sein. Details wurden nicht genannt.

Update, 14. April, 18.15 Uhr: Sachsen erreicht mit mehr als 18.000 Impfdosen pro Tag einen "Spitzenwert"

Sachsen macht beim Impfen weiter Druck. In den Impfzentren und über die mobilen Impfteams sei mit mehr als 18.000 Impfdosen pro Tag ein "Spitzenwert" erreicht worden, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Mittwoch in Dresden mit.

Damit habe die Kapazität der täglichen Impfungen erhöht werden können. Geplant waren bei Eröffnung der Impfzentren rund 13.000 Impfungen pro Tag. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind in Sachsen in den Impfzentren und Krankenhäusern bisher rund 603.000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden, davon sind 286.393 bereits zum zweiten Mal und damit vollständig geimpft. Bis Ende April gibt es laut DRK nach derzeitiger Planung rund 55.000 neue Termine für Erstimpfungen.

Sachsen schafft es langsam, immer mehr Menschen pro Tag zu impfen.
Sachsen schafft es langsam, immer mehr Menschen pro Tag zu impfen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. April, 17.48 Uhr: Zweitimpftermine mit AstraZeneca: So geht es in Sachsen weiter

Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen am Mittwoch mitteilte, übernehmen die sächsischen Impfzentren hinsichtlich des Corona-Vakzins von AstraZeneca bis auf Weiteres die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Demnach bekommen alle Personen, die einen Zweitimpftermin haben und unter 60 Jahre alt sind, einen anderen Impfstoff. Sie werden an ihrem regulär gebuchten Termin mit einem mRNA-Impfstoff, also BioNTech/Pfizer oder Moderna, geimpft. Personen ab 60 Jahren erhalten bei ihrer Zweitimpfung weiterhin den Impfstoff von AstraZeneca. Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu den Zweitimpfterminen mit AstraZeneca.

Update, 14. April, 17.42 Uhr: Lernen aus der Pandemie - Sachsen will krisensicherer werden

Der sächsische Koalitionsausschuss ist sich einig: Nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie soll der Freistaat krisenfester werden.

"Die Pandemie zeigt uns, wo wir Stärken haben, aber auch, was es zu verbessern gilt", sagte CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (33) am Mittwoch in Dresden. So müsse der Wirtschaftsstandort Sachsen weniger abhängig von Lieferketten werden. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum Thema "Sachsen will krisensicherer werden".

Update, 14. April, 16.55 Uhr: Städte- und Gemeindetag kritisiert Corona-Notbremse des Bundes

Der sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) lehne die vom Bund angekündigten Corona-Regeln als "unverhältnismäßiger Eingriff in grundlegende Länder- und Bürgerrechte" ab, hieß es in einer SSG-Mitteilung vom Mittwoch.

"Das sture Festhalten an der Inzidenz als alleinigem Indikator für weitreichende Grundrechtseinschränkungen ist falsch", erklärte SSG-Präsident Bert Wendsche. Daraus etwa Ausgangssperren abzuleiten - noch dazu ab einer Wocheninzidenz von 100 - könne dem Bund vor dem Bundesverfassungsgericht "um die Ohren fliegen".

Zudem sorgten die angekündigten Schulschließungen ab einer Inzidenz von 200 für "Entsetzen unter vielen Eltern, Schülern und nicht zuletzt den kommunalen Schulträgern". "Das ist nicht nur ein Eingriff in die Kultuszuständigkeit der Länder, sondern missachtet auch die wirksamen Hygienekonzepte und regelmäßigen Testungen, die gerade an Sachsens Schulen eingeführt wurden", so Wendsche.

Update, 14. April, 14.30 Uhr: "Corona-Effekt" am Ausbildungsmarkt - Mehr Abbrecher befürchtet

Die Corona-Pandemie samt Lockdown hinterlässt deutliche Spuren am Ausbildungsmarkt in Sachsen. Rein rechnerisch gebe es zwar für jeden gemeldeten Bewerber einen Ausbildungsplatz, sagte der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, am Mittwoch. Bei den freien Lehrstellen zeige sich aber ein erheblicher "Corona-Effekt".

So gebe es bei Berufen der Körperpflege einen Rückgang von 60 Prozent, im Bereich Tourismus und Sport liege das Minus bei 50 Prozent, in der Veranstaltungstechnik bei rund 30 Prozent, bei Hotels und Gastronomie bei 25 Prozent. Zuwächse würden dagegen in Gesundheitswesen und IT verzeichnet.

Eine weibliche Auszubildende feilt an einem Werkstück im Mechanik-Raum im Ausbildungszentrum im BMW-Werk Leipzig.
Eine weibliche Auszubildende feilt an einem Werkstück im Mechanik-Raum im Ausbildungszentrum im BMW-Werk Leipzig.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. April, 13.43 Uhr: Sachsen will Lehrpläne in der Corona-Krise ausdünnen

Sachsen will in der Corona-Krise die Lehrpläne anpassen und Inhalte streichen. Dazu gebe es derzeit Gespräche mit Schulleitern, Lehrerverbänden, Schüler- und Elternvertretern sowie Gewerkschaften, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Dresden auf Anfrage am Mittwoch. Eine erste Runde ist für Mittwoch angesetzt, eine zweite für Donnerstag. Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung berichtet.

Zunächst gehe es vor allem um das Verfahren, betonte der Ministeriumssprecher. Inhalte aus den Lehrplänen zu streichen, sei ein "langer und komplexer Prozess." Zuvor müssten die Erfahrungen aus dem Schuljahr unter Corona-Bedingungen einfließen.

Laut Ministerium soll im Juli eine Entscheidung getroffen werden, wo Abstriche in den Lehrplänen gemacht werden. Streichungen soll es den Angaben zufolge in allen Fächern geben - wegfallen sollen aber keine.

Update, 14. April, 12.25 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an

Die sächsische Landeshauptstadt vermeldete am Dienstag 220 Neuinfektionen, darunter 120 bekannte Fälle von Virusvarianten.

Die Gesamtzahl der Corona-Erkrankungen steigt damit auf 26.508 - davon gelten 23.844 allerdings wieder als genesen.

Es wurden keine neuen Sterbefälle vermeldet, die Gesamtzahl der bisherigen Todesfälle liegt weiterhin bei 1006. 20 Infizierte mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut RKI auf 147,6 (Vortag: 136,3). Laut Angaben der Stadt Dresden hingegen stieg die Inzidenz auf 171,5 (Vortag: 154,8).

Update, 14. April, 6.32 Uhr: Pflicht zu Testangebot in Betrieben - "Sachsen als Vorreiter"

Nach der vom Bund angekündigten Pflicht zum Angebot von Corona-Tests in Unternehmen ändert sich für Sachsens Firmen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums nichts.

In Sachsen sind die Arbeitgeber bereits seit Mitte März verpflichtet, regelmäßig Tests für Mitarbeiter mit Kundenkontakt oder diejenigen, die im Büro arbeiten, anzubieten. Mittlerweile müssen sich Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Kundenkontakt zweimal pro Woche testen lassen. "Wir sind bundesweit Vorreiter gewesen", so Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

Man habe im Freistaat gute Erfahrung gemacht, die meisten Firmen hielten sich daran, betonte Köpping. Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden haben sich die Tests in Betrieben nach Startschwierigkeiten gut eingespielt - vor allem seitdem Selbsttests zugelassen sind.

Update, 13. April, 19.44 Uhr: Dresden verbietet "Querdenken"-Demonstrationen am Samstag

Die Stadt Dresden hat eine für diesen Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, wie die Stadt ihre Entscheidung der verbotenen "Querdenken"-Demonstration begründet.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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