Bekannt als "Kletterbaum": Denkmal-Pläne für diese Eiche im Großen Garten

Dresden - Als Ende Januar ein heftiger Sturm mit 22,5 Metern pro Sekunde (Windstärke 9!) durch Dresden peitschte, wurden nicht nur Mülltonnen und Straßenschilder in Mitleidenschaft gezogen. Auch der berühmte und seit Jahrzehnten beliebte "Kletterbaum" im Großen Garten wurde beschädigt. Zwar ist die Eiche nach neusten Erkenntnissen hoffnungslos ramponiert, aber sie soll jetzt zum Denkmal werden.

Seit der Sturmnacht Ende Januar liegt die Stieleiche gebrochen und umzäunt im Großen Garten.
Seit der Sturmnacht Ende Januar liegt die Stieleiche gebrochen und umzäunt im Großen Garten.  © Holm Helis

Rund einen Monat flatterte das Absperrband um die 150 Jahre alte Stieleiche an der Herkulesallee. Schief gewachsen, wies der Baum bereits seit Jahren irreparable Schäden auf.

Der schadenfrohe Sturm bei durchnässtem Boden gab dem Baum den Rest.

Die Eiche ist nicht mehr zu retten, erklärte eine Sprecherin der Schlösserverwaltung: "Wir haben uns entschlossen, diesen Baum mit einer denkmalpflegerisch abgestimmten Form dauerhaft abgesperrt zu lassen."

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Damit wird die kaputte Eiche zum Denkmal im Denkmal, wurde der Große Garten doch bereits zu Zeiten der DDR als denkmalgeschützter Ort gelistet.

Als Baum verloren, soll der Tourismus-Magnet zum Denkmal ernannt werden und dadurch weiterleben.
Als Baum verloren, soll der Tourismus-Magnet zum Denkmal ernannt werden und dadurch weiterleben.  © Holm Helis
Der "Kletterbaum" im Großen Garten ist nicht mehr zu retten, berichtet Chef-Gärtner Claudius Wecke (40).
Der "Kletterbaum" im Großen Garten ist nicht mehr zu retten, berichtet Chef-Gärtner Claudius Wecke (40).  © Marko Förster

Denkmalgerecht soll der Baum dann neben der Absperrung auch eine geeignete Stütze zur Stabilisierung bekommen, um so lange wie möglich erhalten zu bleiben.

Auch wenn Generationen von Eltern ihre Kinder darauf klettern ließen, diese Freizeitbeschäftigung tut keinem Baum gut, heißt es von der Verwaltung: "In all unseren Anlagen haben wir keine Kletterbäume. Inflationär bekletterte Bäume leiden extrem."

Titelfoto: Holm Helis

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