Dresden - Die Stadt Dresden hat ihre Flüchtlings-Prognose für das Jahr 2026 veröffentlicht. Es wird mit einem Anstieg der Zahlen gerechnet.
So erwartet das Rathaus laut einer Mitteilung insgesamt 1450 Schutzsuchende, die von der Landesdirektion zugewiesen werden. "Das sind 290 Personen mehr als im Jahr 2025", heißt es.
Grund sei die aktuell sehr unsichere Situation in der Ukraine. Zuletzt hätte sich die Anzahl der geflüchteten Staatsangehörigen kontinuierlich erhöht. Weitere 600 Menschen des kriegsgeplagten Landes sollen in Dresden in diesem Jahr aufgenommen werden.
Die Stadt verweist darauf, dass es sich um eine qualifizierte Schätzung auf Basis aktueller Zuweisungs- und Migrationsdaten handelt. "Die tatsächliche Entwicklung hängt nach wie vor von schwer vorhersagbaren geopolitischen Ereignissen ab." Für eine Entspannung könne womöglich das Solidaritätsabkommen der Europäischen Union sorgen, welches zur Optimierung des Verteilverfahrens am 1. Juli in Kraft treten solle.
Im Jahr 2025 hatte Dresden insgesamt 1160 Geflüchtete (2024: 1662, 2023: 2412) aufgenommen - darunter 461 Personen aus der Ukraine (2024: 364, 2023: 287)
Zum Stichtag 31. Dezember waren 3758 Menschen in Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Insgesamt stehen Dresden aktuell 3824 Plätze in 1002 Wohnungen und 13 Übergangswohnheimen zur Verfügung.