Dresdner Studie soll Risiko für Schlaganfälle mindern

Dresden - Ein Schlaganfall kommt oft nicht allein: Jeder dritte Betroffene erleidet einen weiteren. Forschende aus Dresden wollen das mit einer neuen Medikamenten-Strategie ändern.

Um den Behandlungserfolg zu messen, setzt die Studie auf MRT-Bildgebung und klinische Beurteilung.  © IMAGO/Zoonar

Jedes Jahr trifft ein Schlaganfall rund 270.000 Menschen in Deutschland. Besonders gefährlich sind die ersten Tage danach, denn dann ist das Risiko für einen erneuten Schlaganfall am höchsten.

Genau hier setzt die neue Dresdner Studie "POTENTIAL" an.

"Wir wollen herausfinden, ob wir Patienten nach einem leichten Schlaganfall besser schützen können", sagt Studienleiter Prof. Timo Siepmann von der TU Dresden.

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Die Idee: Für drei Wochen bekommen Betroffene zwei blutverdünnende Medikamente statt nur eines, um neue Gefäßverschlüsse zu verhindern.

Bisher wird diese Medikamenten-Kombination nur bei bestimmten Patienten eingesetzt. "Uns ist wichtig, dass der zusätzliche Schutz nicht zu mehr Blutungen führt", erklärt Prof. Hagen Huttner, Direktor der Neurologie am Uniklinikum Dresden.

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Prof. Timo Siepmann ist der Studienleiter.  © Universitaetsklinikum Carl Gustav Carus

An der bundesweiten Studie nehmen rund 2100 Patienten teil. Eine Gruppe erhält die neue Kombi-Therapie, die andere die bisher übliche Behandlung. Untersucht wird, wer besser vor einem zweiten Schlaganfall geschützt ist. Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Studie mit drei Millionen Euro.

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