Dresden - Tausende Dresdner genossen die Schlössernacht in den Gärten von Schloss Albrechtsberg, Eckberg und Lingnerschloss am Samstag. Für Unmut sorgte eine Kontrollaktion von Polizei und DVB. An der Haltestelle Waldschlößchen machten sie gezielt genau dort Jagd auf Schwarzfahrer, wo sich Besucher der Schlössernacht teils dicht drängelten.
Zwischen 16 und 21 Uhr fingen 30 Ticketprüfer und Sicherheitskräfte sowie acht Polizisten Passagiere an der Haltestelle ab - von dort ist es ein Katzensprung zum Veranstaltungsort.
Laut DVB-Sprecher Jan Claus war der Kontrolltermin am Tag der Schlössernacht bewusst gewählt worden, doch "Ziel war es keinesfalls, Besuchern einen Abend zu vermiesen", betont er auf TAG24-Anfrage.
"Im Gegenteil, wir sind fest davon ausgegangen, dass unsere Fahrgäste auf dieser Relation ehrlich unterwegs sein werden."
Doch von 974 kontrollierten Fahrgästen hatten 98 kein gültiges Ticket. "Das heißt, am Waldschlößchen hat rund jeder zehnte Fahrgast nicht ordnungsgemäß bezahlt oder ist schwarzgefahren."
Ärger der Besucher lässt Kasse der Stadt klingeln
Die Kontrolle dort habe die Bedeutung der "Schwerpunktkontrollen" mit der Polizei (gibt es seit 2025 in Dresden) noch einmal hervorgehoben, sagt Sprecher Claus. Außerdem ging der Polizei ein Syrer (26) ins Netz, der per Haftbefehl gesucht worden war.
Übrigens: Auch das Ordnungsamt zog einen Nutzen aus der Schlössernacht mit ihren über 6000 Gästen.
Um Parksünder zu finden, habe man "an der Bautzner Straße sowie im näheren Umfeld auch Kontrollen des ruhenden Verkehrs durchgeführt", erklärt das Rathaus auf Anfrage. 97-mal wurden Knöllchen verteilt.
Was gedankenlose Schlössernacht-Besucher verärgert haben dürfte, spült nun Geld in die Stadtkasse.