Dresden - Fünf Monate lang wertete die Verwaltung Antworten aus - jetzt liegen die Ergebnisse der Bürgerumfrage zur Zukunft Dresdens vor. 8100 Menschen machten mit, äußerten Sorgen, Wünsche und Visionen ...
Die Bürgerbeteiligung fand vom 12. Januar bis zum 6. Februar statt. Ziel: die "strategischen Prioritäten" für die Stadtentwicklung in den nächsten zehn Jahren festlegen.
Alle Antworten seien "intensiv" geprüft und gesichtet worden, betont die Verwaltung. "Allgemeine Systemkritik oder rein politische Meinungsäußerungen" habe man außen vor lassen müssen.
Im Ergebnis bereitet den Dresdnern vor allem der Wohnungsmarkt Kopfzerbrechen: 61 Prozent der Befragten sind darüber besorgt, rund 71 Prozent fordern, künftig "ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen".
Dresden soll ein Wissenschaftsstandort bleiben, fordern 63 Prozent, 68 Prozent wollen Grünflächen erhalten, ebenso viele einen leistungsfähigen ÖPNV und gute Radwege.
Stadt formuliert ziemlich vage Vision
Insgesamt 5000 Visionen fasst das Rathaus so zusammen: "Dresden wird eine sichere, grüne und klimaneutrale Stadt, in der Vielfalt, Kultur und Gemeinschaft lebendig sind. Eine moderne, offene Zukunftsstadt, die ihr Erbe bewahrt, Innovation fördert und Wandel gemeinsam mit ihren Menschen gestaltet."
Eine ziemlich vage Vision, gegen die wohl kaum jemand ernsthafte Einwände hat.
Laut Verwaltung fließt sie - neben den weiteren Ergebnissen - jetzt in die weitere Stadtplanung ein ...