Filmfest Dresden vor dem Start: Trotz Rekord-Einreichungen von Geldsorgen geplagt

Dresden - "Work in Progress", so heißt in diesem Jahr der Themenschwerpunkt des Filmfestes Dresden (14. bis 19. April). Die 38. Ausgabe des Kurzfilmfestivals widmet sich den Herausforderungen der globalen Arbeitswelt. Das Programm - 380 Kurzfilme aus 60 Ländern - ist üppig wie gewohnt, die finanziellen Sorgen aber werden - wie bei allen Kulturinstitutionen - nicht weniger.

Haben das 38. Filmfest Dresden geplant (v.r.): Anne Gaschütz (42), Sven Pötting (47) und Sylke Gottlebe (62).  © Petra Hornig

In puncto Nachfrage steht das Dresdner Filmfest blendend da. Festivalleiterin Anne Gaschütz (42): "Wir hatten mit rund 3800 Filmen einen Einreichungsrekord, es waren mehr als 400 Bewerbungen als im Vorjahr."

Doch trübt die Euphorie - wie bei wohl allen kulturellen Institutionen - die Kürzungen der Stadt, fürs Filmfest sind es in diesem Jahr zusätzliche 10 Prozent.

Bei steigenden Kosten fände das Festival dennoch in nahezu gewohntem Umfang statt, so Gaschütz - was vor allem dem Engagement des Teams zu verdanken sei.

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Allerdings müsse man inklusive Angebote (wie etwa barrierefreie Übersetzungen in Gebärdensprache) streichen. Nach zehn Jahren Engagement im Bereich müsse man diese Programme vorerst einstellen. "Das macht mich sehr traurig", so Anne Gaschütz.

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Thema "Arbeit" ist Schwerpunkt der Filmbeiträge

Dank des Engagements des Teams kann das Filmfest trotz Geldsorgen im gewohnten Umfang stattfinden.  © Petra Hornig

Im Mittelpunkt stehen der Internationale, der Nationale und der Mitteldeutsche Wettbewerb; 65 Beiträge, die um 17 Auszeichnungen konkurrieren (Preisgeld insgesamt: 72.500 Euro). Schwerpunkt ist das Thema "Arbeit".

Anne Gaschütz: "Diverse Beiträge beleuchten Machtstrukturen und zeigen, welche Rolle Arbeit für gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Mitwirkung spielt." Das Thema ziehe sich auch durch die Sonder- und Begleitprogramme, so sagt es Programmkoordinator Sven Pötting (47).

Auf 19 Locations weitet sich das Filmfest neben etablierten Orten wie Schauburg, PKO oder Thalia aus, darunter Stadtmuseum und Hygiene-Museum.

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Die stellvertretende Festivalleiterin Sylke Gottlebe (62) freut sich auch darauf, einen neuen Dresdner Kulturraum zu erobern: Das frühere "Ballhaus Astoria" (von den Betreibern der Filmnächte neu betrieben) ist am 17. April Ort der neuen Musikfilmnacht "Youtube killed the Videostar". Programm: filmfest-dresden.de

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