"Gen Z" trifft auf Striezelbaum-Gucker: Dresden steht ein unruhiges Demo-Wochenende bevor
Dresden - Am Samstag wird die Dresdner Innenstadt wohl proppenvoll: Haben wegen des Feiertags die Geschäfte zu, werden gleich drei Demonstrationen der unterschiedlichsten Lager die Innenstadt passieren. Die Polizei will alles im Auge behalten.
Die erste größere Aktion wird völlig unpolitisch sein: Gegen 12 Uhr soll die Nordmanntanne für den Striezelmarkt auf dem Altmarkt ankommen und dort aufgestellt werden.
Schon anderthalb Stunden später startet jedoch eine Demo von "Hope - fight racism" am Alaunplatz. Über Albert- und Köpckestraße wollen die Demonstranten die Augustusbrücke überqueren und dann zum Postplatz ziehen. Dort sollen 95 Thesen für Vielfalt verlesen werden.
Nicht ohne Anlass: In Anlehnung an Martin Luther und den Reformationstag hat der Ex-Querdenken-Kopf Marcus Fuchs (42) dort zur "Reformation 2.0" aufgerufen: Als Stargast sollen die im Sommer aus der Haft entlassene Ärztin und Attestfälscherin Bianca Witzschel (69) sowie der AfD-nahe Schauspieler Uwe Steimle (63) auftreten.
Fuchs erwartet rund 1000 Teilnehmer. Die Demo soll über die Annen- und Josephinenstraße auf die Budapester Straße ziehen, von dort über Dr.-Külz-Ring und Wallstraße wieder auf den Postplatz und dann von dort wieder über die Wilsdruffer Straße zur Schießgasse und über Neumarkt und Schloßplatz zurück zum Postplatz.
"Gen Z regelt": Friedlicher Verlauf erwartet
15 Uhr startet am Theaterplatz eine Demo unter dem Motto "Gen Z regelt das" gegen Missstände in Schulen, Sozialabbau und Wehrpflicht. 500 Teilnehmer sind angezeigt.
Da bundesweit und auch in Leipzig und Chemnitz ähnliche Demos stattfinden, ist mit keiner Anreise von außerhalb zu rechnen.
Die Demonstration zieht auf den Postplatz, von dort zum Straßburger Platz und dann über die Albertbrücke in den Alaunpark.
Sicherheitskreise nehmen zwar wahr, dass sich zu diesen Demos Linksextremisten aus dem K-Gruppenbereich angekündigt haben, gehen aber auch hier von einem friedlichen Verlauf aus.
Titelfoto: Bildmontage: picture aliance/dpa, Thomas Türpe

