Sind die Neustadt-Schlichter bald auf dem Postplatz im Einsatz?

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Dresden - Könnten Nachtschlichter den Postplatz sicherer machen? Dort ist die Kriminalität zuletzt stark angestiegen. In der Neustadt sorgen die Schlichter seit 2021 für mehr Sicherheit, zumindest von April bis Oktober. Doch am Geld könnte es scheitern.

Der Postplatz soll sicherer werden. Bloß wie?
Der Postplatz soll sicherer werden. Bloß wie?  © Thomas Türpe

Die Nachtschlichter (neuerdings "Kiezlichter" genannt) laufen in den Abend- und Nachtstunden durchs Viertel, suchen den Austausch und deeskalieren Konflikte. In der Neustadt gelten sie als voller Erfolg, rund um die Schiefe Ecke und den Alaunplatz gibt es weniger Unruhen.

"Die Kiezlichter haben in der Neustadt gezeigt, wie direkte Ansprache und frühzeitige Vermittlung funktionieren. Deshalb wollen wir sie künftig auch am Postplatz einsetzen", fordert Bruno Felgentreu (29, CDU), Stadtbezirksbeirat aus der Altstadt. Dasselbe forderte auch schon die SPD.

André Barth (60), Stadtbezirksamtsleiter für Neustadt und Altstadt, unterstützt den Vorschlag. "Wir würden das Projekt natürlich auf den Postplatz maßschneidern, weil die Probleme hier teilweise anders gelagert sind."

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Schlichter könnten von 20 bis 24 Uhr unterwegs sein, würden mehr auf Eigenschutz setzen, es gäbe neue Absprachen mit Polizei und Ordnungsamt.

In der Neustadt gelten die "Nachtschlichter" (heute "Kiezlichter") als Erfolgsmodell.
In der Neustadt gelten die "Nachtschlichter" (heute "Kiezlichter") als Erfolgsmodell.  © Arvid Müller/dpa-Zentralbild/dpa
Stadtbezirksbeirat Bruno Felgentreu (29, CDU) fordert den Einsatz der Kiezlichter auch am Postplatz.
Stadtbezirksbeirat Bruno Felgentreu (29, CDU) fordert den Einsatz der Kiezlichter auch am Postplatz.  © zzagentur.de
Stadtbezirksamtsleiter André Barth (60) hofft, dass die Schlichter erhalten bleiben - und künftig auch den Postplatz "bestreifen".
Stadtbezirksamtsleiter André Barth (60) hofft, dass die Schlichter erhalten bleiben - und künftig auch den Postplatz "bestreifen".  © Thomas Türpe

Projekt steht vor dem Aus

Hier rückte die Polizei nach einem Messerangriff an. Seit einiger Zeit häufen sich am Postplatz die Straftaten.
Hier rückte die Polizei nach einem Messerangriff an. Seit einiger Zeit häufen sich am Postplatz die Straftaten.  © xcitepress/florian varga

Die Kosten? Rund 30.000 Euro zusätzlich pro Jahr, schätzt Barth. Doch es gibt ein Problem: Im aktuellen Haushaltsentwurf des Oberbürgermeisters ist überhaupt kein Geld mehr für Kiezlichter eingeplant.

Das Projekt, das zuletzt mit rund 170.000 Euro aus dem Stadthaushalt finanziert wurde, steht damit vor dem Aus. "Das wäre wirklich dramatisch", sagt der Stadtbezirksamtsleiter.

"Wenn die Strukturen einmal weggebrochen sind, werden sie nie wieder aufgebaut. Dabei können die Kiezlichter wirklich mehr Ordnung schaffen. Alleine die zusätzliche Präsenz erhöht die subjektive Sicherheit."

Titelfoto: Bildmontage: xcitepress/Florian Varga, Thomas Türpe

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