Dresden - Daumen hoch, runter oder Enthaltung: Dresdner können jetzt an der Verkehrsplanung der Zukunft mitwirken! 70 Maßnahmen stehen zur Bewertung bereit, die Ergebnisse fließen mit in die finale Vorlage ein, über die der Stadtrat zum Jahresende abstimmen soll.
Auto, Rad, ÖPNV, Stadtraumgestaltung, Parkraum und Co.: Der letzte Maßnahmenplan ist bereits über zwölf Jahre alt. "Für die Herausforderungen der Zukunft können wir nicht die Antworten von gestern geben", sagt Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne).
Schon seit über vier Jahren arbeiteten Verkehrsplaner, Lobbygruppen wie ADAC und ADFC, Stadträte und auch Bürger im Rahmen des Mobidialogs am "Mobilitätsplan 2035+".
Jetzt steht das Finale an: Bevor der Stadtrat über die 70 ausgehandelten Kompromiss-Maßnahmen entscheidet, dürfen noch mal die Bürger ran!
Das Ergebnis werde dann maßgeblich in die Vorlage für den Stadtrat einfließen, wirbt Kühn für eine rege Teilnahme.
Umfrage ist anonym, jeder kann mitmachen
Dabei könnt Ihr Euch am Computer oder Handy durch acht Kategorien (wie Kfz-Verkehr, Parken, ÖPNV) klicken und Eure Meinung abgeben. Sollen die Bundesstraßen B6 und B170 aus dem Zentrum verlegt werden, um die Innenstadt zu entlasten? Soll mehr Straßenraum für Radwege umgenutzt werden? Sollen Bahnen beschleunigt werden, indem Autos von Gleisen verbannt werden? 15 Minuten dauert die Teilnahme. Sie ist anonym, jeder kann mitmachen, auch von außerhalb (für Pendler).
Zwar könne man "Klick-Missbrauch" nicht ausschließen, aber den hätte es bei ähnlichen Formaten der Vergangenheit (etwa Mobilomat) auch nicht weiter gegeben, so Kühn.
Das Portal (http://www.dresden.de/mobiVOTE) ist bis 7. April geschaltet, danach wird ausgewertet.