Hier soll eh ein richtiger hin: Behörden-Wirrwarr in Dresden um Fake-Zebrastreifen

Dresden - Bis Ende dieser Woche soll er weg, in zwei Jahren wieder da sein: Der illegale Zebrastreifen auf der Charlottenstraße (Neustadt) stellt eine Gefahr dar. Dabei ist schon seit Jahren geplant, an dieser Stelle tatsächlich einen Fußgängerüberweg einzurichten. Es ist nicht die einzige Querung, die auf sich warten lässt.

Der illegale Zebrastreifen wurde noch am Freitag überkreuzt.  © Ove Landgraf

Am Montag ging es los: Bis Ende November soll auf der Rehefelder Straße Höhe Robert-Matzke-Straße ein Fußgängerüberweg fertig werden. Die Idee dazu ist schon acht Jahre alt.

Im Mai 2018 hatte der damalige Ortsbeirat Pieschen die Querung gefordert, 2022 landete er mit Priorität 1 im Fußverkehrskonzept der Stadt. Anschließend wurde der Bau mehrfach verschoben.

"Acht Jahre vom Beschluss bis zum Bau sind deutlich zu viel Zeit", kritisiert Stadtrat Stefan Engel (34, SPD), der sich für die Querung eingesetzt hatte.

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Tatsächlich verhält es sich mit der Charlottenstraße ähnlich. "Die Landeshauptstadt hat den Bedarf eines Fußgängerüberweges an besagter Stelle bereits erkannt und in ihrer Fußverkehrsstrategie als Maßnahme 515 verankert", sagt eine Stadtsprecherin.

"Es handelt sich dabei um eine sogenannte Prio-1-Maßnahme, also eine Maßnahme mit hoher Priorität, welche sich bereits zum Zeitpunkt der illegalen Aufbringung in Prüfung befand und deren Umsetzung bis 2028 vorgesehen ist."

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An der Rehefelder Straße begannen diese Woche die Bauarbeiten an einem Zebrastreifen.  © Steffen Füssel

Stadtrat Stefan Engel: "Acht Jahre vom Beschluss bis zum Bau sind deutlich zu viel Zeit"

Stadtrat Stefan Engel (34, SPD) setzt sich für mehr Fußgängerübergänge in Dresden ein.  © Eric Münch

Doch wegen mangelnder Sichtbarkeit müsse der illegale Zebrastreifen bis Ende der Woche weg, bis dahin wurde er durchkreuzt.

Das erinnert an die Glacisstraße, wo ein illegaler Zebrastreifen 2025 entfernt wurde, der dieses Jahr nun wiederkommen soll. Die Stadtverwaltung begründet die lange Dauer oft mit nötigen Prüfverfahren.

"Wenn man vergleichbare Fälle parallel behandelt, könnte man schneller sein", hält Stadtrat Engel entgegen.

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