Hightech-Pläne für Dresdner Parks: Roboter sollen bald Hecken schneiden

Dresden - Das Schlösserland Sachsen leidet unter dem Klimawandel. So viele wertvolle und alte Bäume wie noch nie mussten in den vergangenen Jahren gefällt werden. Mit drei Millionen Euro wird jetzt in Dresden gegengesteuert. Roboter sollen Hecken schneiden, Sensoren im Boden eine automatische Bewässerung steuern.

Der Schlosspark Pillnitz.
Der Schlosspark Pillnitz.  © Steffen Füssel

20.000 Bäume gibt es allein im Großen Garten. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Fällungen verdreifacht.

"Das ist eine hohe auch emotionale Belastung für unsere Mitarbeiter. Ohne entsprechende Anpassungsmaßnahmen besteht die berechtigte Befürchtung, dass es in den historischen Parks und Gärten zu einem Verlust der prägenden Baumgruppen kommt", so Schlösserland-Chef Christian Striefler (58).

Damit sei nicht nur die denkmalgeschützte Substanz bedroht, sondern generell die Existenz des Kulturerbes.

Mit drei Millionen Euro und drei Projekten wird dem nun begegnet. Zum einen sollen im Großen Garten in einem Pilotprojekt Messsonden im Boden die Trockenheit, aber auch Nährstoffanreicherung und Bodenbeschaffenheit überwachen und eine automatische Bewässerung steuern.

Im Schlosspark Pillnitz sollen künftig Roboter die kunstvollen Hecken schneiden. Eine Zusammenarbeit mit TU-Forschern ist geplant. Hintergrund: Der Heckenschnitt in Pillnitz bindet viel Personal. Das hätte dann mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben, etwa für das Bewässern.

Roboter sollen in Zukunft die Hecken im Pillnitzer Schlosspark schneiden.
Roboter sollen in Zukunft die Hecken im Pillnitzer Schlosspark schneiden.  © 123RF

In einem dritten Schritt soll die Öffentlichkeit für die Probleme sensibilisiert werden. "Wir alle müssen wissen, was wir an unseren Parks haben", so Striefler weiter.

Titelfoto: Steffen Füssel, 123RF

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