Dresden - Das war Rettung in letzter Sekunde! Die beiden Gartentechniker Tobias Kopitz (40) und Robert Weise (45) waren am Mittwochvormittag gerade dabei, das Grün einer Kundin am Loschwitzer Hafen in Dresden zu pflegen. Plötzlich sahen sie einen Mann (35) mitten in der Elbe. Im letzten Augenblick schafften sie es, zusammen mit einem Kanuten, den Mann zu retten.
"Wir waren gerade auf dem Grundstück zugange", so Kopitz gegenüber TAG24. "Da hörten wir Schreie." Ungefähr 40 Meter im Fluss entdeckten sie einen Mann. "Der Kopf ging schon immer wieder unter."
Sie alarmierten die Polizei und rannten zum Ufer. "Wir hatten gerade unsere Klamotten abgelegt, da kam einer mit seinem Boot vom Kanuverein", so Kopitz. "Zu dritt sind wir mit dem Boot dann aufs Wasser."
Gut, dass sie zu dritt waren, denn tatsächlich mussten Weise und der Kanut das Gefährt stabilisieren, damit Kopitz den Mann herausziehen konnte. "Der wollte einfach ans andere Ufer", so der Retter. "Danach hat er aber nichts mehr gesagt, bis Polizei und Rettungsdienst kamen."
Die Polizei bestätigt den Einsatz, konnte aber am Donnerstag nicht erklären, ob das auffällige Verhalten mit Drogenkonsum zu tun hatte.
DLRG warnt vor Strömungsgeschwindigkeit
Wie gefährlich die Elbe ist, weiß die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nur zu gut.
"Selbst bei niedrigen Pegelständen ist die Strömungsgeschwindigkeit so hoch, dass man sich in der Mitte nicht auf den Füßen halten kann", sagt Johann Trömer (30), technischer Leiter Einsatz der DLRG. "Schwimmend kommt man wo ganz anders raus als man denkt. Die Strecke wird dabei extrem lang."
Zudem sorgen Hindernisse auf dem Grund dafür, dass gefährliche Strudel entstehen: "Die können einen Menschen unter Wasser ziehen", so Trömer. "Selbst mit Schwimmweste."