Hund tötet Schwanenbaby an der Kiesgrube

Dresden - Tierschützer sind fassungslos: An der Kiesgrube Zschieren im Dresdner Südosten trauert ein Schwanenpaar um sein einziges Küken. Getötet wurde es laut Zeugen von einem Hund, der nicht angeleint war.

Der Vorfall fand an der Kiesgrube Zschieren statt.  © Norbert Neumann

Das junge Tier war erst wenige Wochen alt, laut Beobachtern an der Kiesgrube Sporbitz geschlüpft und anschließend mit seinen Eltern zur Kiesgrube gewandert.

Am Samstagmorgen, dem 27. Juni, soll sich dort ein Mann mit einem unangeleinten Hund aufgehalten haben. Laut Zeugen soll der Hund auf das Küken zugelaufen sein und es getötet haben.

An diesem Tag meldete sich ein Mann bei der Polizei, der von Dritten von dem Vorfall erfahren hatte. Demnach ereignete sich der Angriff auf einer Halbinsel des Kiessandtagebaus. "Der Hundebesitzer hätte dies bemerkt, sich aber kurz darauf vom Ort entfernt", teilt ein Polizeisprecher die Schilderung mit.

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Die Beamten leiteten den Vorfall ans städtische Ordnungsamt weiter. Dieses wurde nach eigener Aussage auch von einer Bürgerin informiert. "Die vorliegenden Angaben enthalten jedoch keine konkreten Hinweise auf den betreffenden Hund oder dessen Halter. Eine weitere Aufklärung des Sachverhalts ist daher derzeit nicht möglich", teilt ein Stadtsprecher mit.

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Das Schwanen-Küken war erst wenige Wochen alt.  © privat
Tierschützer suchen Zeugen: Ein Hund tötete das junge Tier.  © privat

Tierschützer bitten Zeugen, sich bei der Polizei zu melden

Für den Bereich der Kiesgrube Zschieren bestehe demnach grundsätzlich kein genereller Leinenzwang. Allerdings heißt es in der Polizeiverordnung (§7 Absatz 1), dass Tiere so zu halten und zu beaufsichtigen sind, dass von ihnen keine Belästigungen oder Gefährdungen für Menschen oder Tiere ausgehen.

Verstöße können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden, wenn die verantwortliche Person identifiziert werden kann. Die Tierschützer bitten Zeugen darum, sich bei der Polizei zu melden.

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