Schon wieder Brand in derselben Wohnung: Lastet ein Feuer-Fluch auf dem 13. Stock?

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Dresden - Lastet auf dieser Wohnung ein Fluch? Am Wochenende loderte es in denselben vier Wänden, in denen 2023 ein Mann verbrannt war. Nachbar Erik Glaß (34) hatte damals noch versucht, den Rentner zu retten. Am Samstag rang ein ganzer Block mit den Folgen des Einsatzes.

Der WG-Block an der Rathener Straße von oben. Gut zu erkennen: der verkohlte Balkon im 13. Stock.
Der WG-Block an der Rathener Straße von oben. Gut zu erkennen: der verkohlte Balkon im 13. Stock.  © Steffen Füssel

Beißender Kalter-Rauch-Geruch quillt aus den Tapeten des 13. Stocks im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz. Hinter Wohnungstür Nummer 1303 fing ein Balkon am Samstagnachmittag Feuer. Die Ergebnisse der Ursachenermittler stehen noch aus.

"Ein Nachbar kam und sagte, 'riechst du das?'", so Nachbar Glaß zu TAG24. Kein Wunder, dass der bei ihm klingelte: Im März 2023 hatte es in der exakt gleichen Wohnung gebrannt.

Als Glaß damals den Rauchmelder hörte, griff er sich eine Plastekarte und ging rein. Doch für den einsamen Rentner (†80) darin kam jede Hilfe zu spät. "Ich konnte das inzwischen verarbeiten. Wenn ich aber die Feuerwehr höre, schau ich nun immer, ob die bei uns einbiegen."

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So auch jetzt: "Ich wollte gucken, ob wieder einer drinne ist, da öffnete mir der Mieter die Tür." Hustend erklärte der Mann (27), "jemand" habe eine Zigarette auf seinen Balkon geschnippt.

"Der war gut vermüllt und voller Pappe", so Glaß. Doch für Ursachendiskussion blieb keine Zeit, zwangen die dichten Rauchschwaden doch die Nachbarschaft vor die Tür.

Auf gute Nachbarn! Anwohner Erik Glaß (34) im Hausflur des 13. Stocks.
Auf gute Nachbarn! Anwohner Erik Glaß (34) im Hausflur des 13. Stocks.  © Steffen Füssel
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Hochhaus-Brand in Dresden: Nachbarn leiden unter den Folgen

Stephans (34) Wohnung musste aufgebrochen werden. Nun stinkt sie nur noch.
Stephans (34) Wohnung musste aufgebrochen werden. Nun stinkt sie nur noch.  © Steffen Füssel

Mit einem Großaufgebot kämpften gut 50 Kameraden gegen die Flammen und eine geplatzte Wasserleitung.

Die Wohnung: unbewohnbar. Die Umliegenden: In Aufruhr. "Boar stinkt das bei dir, Hilfe", sagt Autor Frank (64) zu seinem Nachbarn Stephan (34) im Stock obendrüber.

Stephan, seit zehn Jahren hier zu Hause, arbeitete gerade am Computer, als ihm plötzlich Brandgeruch in die Nase stieg. Vom Balkon sah er Flammen, "die man mit einem Topf Wasser hätte löschen können".

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Stattdessen brachen Feuerwehrleute kurz darauf seine Wohnung auf, um das Feuer von oben zu löschen.

Frank verbrachte den Samstag ausgerechnet bei einem Feuerwehrfest im Spreewald. Am Sonntag passte sein Schlüssel nicht mehr. Die Feuerwehr hatte nicht nur sein Schloss aufgefräst. Der Dreck darin blockierte es.

Brandoberinspektor René Wagner (43) und Anwohner Frank (64) begutachten die kaputte Tür.
Brandoberinspektor René Wagner (43) und Anwohner Frank (64) begutachten die kaputte Tür.  © Steffen Füssel
Der Brand-Balkon ist schwer gezeichnet. Darüber liegt Stephans Wohnung.
Der Brand-Balkon ist schwer gezeichnet. Darüber liegt Stephans Wohnung.  © Steffen Füssel

So eilten Brandoberinspektor René Wagner (43) und Azubis herbei und spielten Schlüsseldienst für ihn und andere Nachbarn. Bleibt zu hoffen, dass sie so schnell nicht wiederkommen müssen.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel

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