Kuh-Retter bewahren Tiere vor Schlachtbank: Bei Conny & Co. haben Rinder richtig Schwein

Dresden - Sie bewahrt Kühe vor der Schlachtbank und schenkt den Rindern ein glückliches Leben auf der Weide: Conny Böttger (44) aus Dresden und ihre Mitstreiter sind die Kuh-Retter Sachsens, wollen so ein Zeichen für den Tierschutz setzen.

Die Kuh-Retter Sachsens: Conny mit ihren Mitstreiterinnen Linda Walther (26, l.) und Lisa Skadock (32).
Die Kuh-Retter Sachsens: Conny mit ihren Mitstreiterinnen Linda Walther (26, l.) und Lisa Skadock (32).  © Eric Münch

Böttger wuchs auf einem Bauernhof bei Dresden auf, wo Kühe noch in Ketten im Stall gehalten wurden. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde 2015 eingestellt, die letzte Kuh ihrer Familie an den Schlachter verkauft.

"Ich wollte es so nicht enden lassen", erinnert sie sich. "Darum habe ich Bella für 800 Euro vom Schlachter zurückgekauft. Und für 1000 Euro kurz darauf auch noch ihre trächtige Mutter Cora.

Heute grasen Bella (6), Cora (9) und Diano (4) "glücklich" auf einer Weide bei Döbeln mit ihrer neuen Herde und 16 weiteren Rindern, die Böttger in den letzten Jahren "befreit" hat.

"Massentierhaltung ist nicht tierschutzgerecht. Mutter und Kalb werden etwa nach der Geburt getrennt, obwohl sie soziale Tiere sind, sogar weinen können", sagt Böttger.

"Wir können nicht jedes Tier retten. Aber aufklären und uns für den Tierschutz einsetzen." Dafür opfert die Arztsekretärin gerne ihre Freizeit.

Lisa mit Kuh "Maja", die sie gerade erst aus der Massentierhaltung befreit haben.
Lisa mit Kuh "Maja", die sie gerade erst aus der Massentierhaltung befreit haben.  © Eric Münch
Conny Böttger (44) aus Dresden mit Kuh "Bella" (6), die sie vor fünf Jahren vorm Schlachter gerettet hatte.
Conny Böttger (44) aus Dresden mit Kuh "Bella" (6), die sie vor fünf Jahren vorm Schlachter gerettet hatte.  © Eric Münch
Auf der so genannten "Glücksweide" können die Rinder bis an ihr Lebensende grasen.
Auf der so genannten "Glücksweide" können die Rinder bis an ihr Lebensende grasen.  © Eric Münch

Im Juni gründete sie mit Gleichgesinnten ihren Verein Tierparadies Muhrielle, der jetzt Kuh-Paten sucht. "Die Tiere sind bei einem Landwirt untergebracht. Jede Kuh braucht für Futter und Pflege rund 90 Euro pro Monat", erklärt die Tierschützerin.

Und 20 weitere Rinder hat die Kuh-Retterin für die "Befreiung" bereits im Blick. Unterstützer können helfen unter: www.gofundme.com/f/rettet-mit-uns-20-rinder

Titelfoto: Eric Münch

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