"Letzte Generation" blockiert Blaues Wunder mit Protestmarsch

Dresden - Mit dem Verkehrsversuch am Blauen Wunder entflammte in Dresden ein regelrechter Kulturkampf zwischen Autolobby und Klimaschützern, der verantwortliche Baubürgermeister erhielt Morddrohungen. Klimaaktivisten der "Letzten Generation" fordern die Fortführung des Versuchs und blockierten am Donnerstag mit einem Protestmarsch das viel besprochene Wahrzeichen Dresdens.

Die "Letzte Generation" kritisiert das vorzeitige Ende des Verkehrsversuchs am Blauen Wunder und organisierte am Donnerstag einen Demo-Zug.
Die "Letzte Generation" kritisiert das vorzeitige Ende des Verkehrsversuchs am Blauen Wunder und organisierte am Donnerstag einen Demo-Zug.  © Steffen Füssel

Für 17 Uhr angekündigt, startete der Demozug auf dem Körnerplatz mit 10-minütiger Verspätung.

35 Aktivisten spazierten auf dem rechten Fahrstreifen über das Blaue Wunder: "Wir beobachten, dass Klimaschutz die Angst auslöst, man würde den Besitzern das Auto wegnehmen", so Sprecher Jeremy Andrae (19).

Vielmehr strebe die Letzte Generation eine gemeinsame Lösung an und kritisiert daher das vorzeitige Ende des Verkehrsversuchs.

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Um 17.22 Uhr erreichte der Demo-Zug ohne Vorkommnisse den Schillerplatz. Aufgrund eines Unfalls am Käthe-Kollwitz-Ufer wurde die weitere Route bis zur TU Dresden in der Pfotenhauerstraße leicht abgeändert.

Die Folge des zwölfminütigen Protestlaufs von Körnerplatz zum Schillerplatz war ein Stau im Feierabendverkehr.
Die Folge des zwölfminütigen Protestlaufs von Körnerplatz zum Schillerplatz war ein Stau im Feierabendverkehr.  © Steffen Füssel
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Nachdem der Verkehrsversuch vor mehr als einer Woche abgebrochen worden ist, sollen nun am kommenden Sonntag auch die Markierungen für Radfahrer in der Zufahrt zum Schillerplatz verschwinden.

Titelfoto: Steffen Füssel

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