Lichter im Lingnerschloss könnten auch ganz ausgehen
Dresden - Trotz Gastro-Streits am Lingnerschloss soll der Betrieb des Schlosses laut Insolvenzverwaltung bis zum Stadtratsentscheid gesichert sein. Danach drohen jedoch die Lichter auszugehen.
Nach dem Auszug der Lingnerterrassen soll das Spitzhaus-Radebeul-Team ab kommendem Sonntag zumindest den Biergarten übernehmen, plant die Insolvenzverwaltung.
Für die städtische Entwicklungsgesellschaft "Stesad", die zuletzt als Schloss-Betreiber eingesprungen war, laufen wie für die bestehende Gastro die Verträge am Freitag aus.
Der Weiterbetrieb des Schlosses bis zum anstehenden Ratsentscheid sei bereits gesichert, hatte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung dazu vor wenigen Wochen mitgeteilt.
"Die vom Förderverein bewirtschafteten Veranstaltungsräume stehen in diesem Zeitraum unverändert der Öffentlichkeit zur Verfügung." Dafür sorgten wie zuvor die ehrenamtlichen Mitglieder.
Das könnte sich jedoch nach dem 3. September ändern.
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Sollte der Rat die Übernahme des Erbpachtvertrages durch Thomas Bohn (58) und Oliver Kreider (60) ablehnen und die Stadt nicht selbst die 1,65 Millionen Euro zum Rückkauf aufbringen, sei der Insolvenzverwalter "gezwungen, den Betrieb des Schlosses vorerst einzustellen, weil ohne einen Investor keine Mittel für einen Weiterbetrieb zur Verfügung stehen", teilt der Sprecher mit.
Andererseits: Das würde den Weg für weitere Interessenten frei machen.
Titelfoto: Fotomontage: Norbert Neumann//picture alliance/dpa
