Mit FKK? Kiesgrube Leuben soll offiziell Badesee werden

Dresden - Seit Jahrzehnten wünschen sich Dresdner eine richtige Badestelle an der Kiesgrube Leuben. Bislang ist der Wasserspaß dort verboten, forderte bereits Todesopfer. Nach Beschlüssen im Stadtrat plant die Verwaltung jetzt am südlichen See eine "geregelte unbewachte Badestelle".

Hier soll die offizielle Badestelle eingerichtet werden.  © Helis Dresden

Wo heute immer wieder Müll zurückgelassen wird, verbotene Lagerfeuer und Grill-Feste gefeiert werden, Trampelpfade zu teils gefährlichen Abbrüchen führen, Familien und Spaziergänger unverhofft von Nacktbadern im Schilf überrascht werden, soll Ordnung einkehren und eine Naherholungsoase entstehen.

"Für mich ist das ein Glückstag", sagt Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt (59). Endlich werde an dem künstlichen See eine offizielle Badestelle eingerichtet, was sich Leute schon seit 30 oder 40 Jahren wünschten.

Als Standort wurde das nordöstliche Areal am Südsee bestimmt, wo bereits heute die meisten Leute (illegal) baden. Geprüft wurde bereits die Standsicherheit der Uferbereiche und der Seegrund.

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Geplant sind ein flach auslaufender Strandbereich, die Abgrenzung der Badezonen (Nichtschwimmer und Schwimmer) auch zur Wasserskianlage durch Bojen, Beschilderung ("Baden auf eigene Gefahr"), barrierearme Zugänge, Sitze, Radständer und WC.

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Die Planer um Buga-Geschäftsführer Marcel Timmroth (38, 2.v.l.) und Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt (59, r.) stellten am Montag die Pläne vor.  © Hermann Tydecks
So plant die Stadt die Badestelle am südlichen Kiessee.  © STESAD GmbH

Nun starten vertiefende Planung und Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens

Noch ist das Baden im Landschaftsschutzgebiet untersagt.  © Helis Dresden

Dauerhafte Hochbauten oder größere Versiegelungen sind in dem Landschaftsschutzgebiet nicht vorgesehen, dafür Naturschutz-Tabuzonen.

Um gefährliche Einstiege an steilen oder ungeeigneten Stellen, wo bereits Menschen ertranken, künftig zu verhindern, sollen wilde Trampelpfade verschwinden, Schilfgürtel und Weidengehölze gepflanzt werden.

Auch einen kleinen FKK-Bereich könnte es im Norden geben. Nun starten vertiefende Planung und Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens.

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Spätestens bis zur Bundesgartenschau (BUGA) 2033 soll das Areal mit Trümmerberg, Wegen, Wasserskianlage und Badestelle als Ort der Erholung, Bewegung und Naturerlebnis im direkten Wohnumfeld dienen, freut sich BUGA-Geschäftsführer Marcel Timmroth (38).

Im Budget sind dafür 19 Millionen Euro eingeplant. Davon 470.000 Euro für die Badestelle, für die dann der Eigenbetrieb Sportstätten zuständig sein soll. Schon jetzt soll es Kontrollen gegen Griller und Co. geben und Mülltonnen aufgestellt werden.

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