Dresden - Es ist vollbracht: Mit viel Mut und etwas mehr Aufwand als zuerst angenommen hat Jungchefin Josephine Jachmann (21) ihre Konditorei "Josephine" in Dresden-Pieschen eröffnet. In den traditionsreichen Räumen der ehemaligen "Bäckerei Schnabel" lebt das Backhandwerk somit weiter, ergänzt um die Kreationen der gelernten Konditormeisterin.
Der Innenraum in der Maxim-Gorki-Straße lädt mit hellen Farben zum Verweilen ein. Wo früher eine riesige Verkaufstheke den Raum dominierte, sind nun Sitzmöglichkeiten für ein Törtchen und ein Schwätzchen: "Wir haben planmäßig am 12. Mai eröffnet, dachten aber, wir müssten nur neu streichen."
Dann aber kam ihr wörtlich der Putz von der Wand entgegen und eine Kernsanierung war unausweichlich.
Rund 30.000 Euro investierte die junge Konditormeisterin und bewies damit großen unternehmerischen Mut. Die Kundschaft dankt es ihr. Nicht nur die Stammkunden seien geblieben, auch viele neue Gäste haben den Weg gefunden.
"Ich bin zum vierten Mal hier und kann die Törtchen wirklich jedem empfehlen. Aber vielleicht nicht öfter als zweimal die Woche", lacht eine Kundin.
Josephine: "Ich liege abends häufig da und denke über neue Törtchen nach"
Täglich werden vier bis sechs Törtchen angeboten. Zwei davon sind immer saisonal inspiriert, beinhalten Erdbeeren, Kirschen und in naher Zukunft Rhabarber.
Vier Törtchen sind Eigenkreationen, wie das frisch erfundene Baiser Mascarpone mit Kirsche garniert: "Ich liege abends häufig da und denke über neue Törtchen nach."
Während Mama Katrin (45) und Schwester Eva (16) im Verkauf unterstützen, probiert Josephine ihre Ideen in der Backstube aus. Meistens habe sie nach einer Woche ein fertiges Produkt erarbeitet.
Die Konditorei ist von Mittwoch bis Freitag von 8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, Sonnabend von 7.30 bis 11 Uhr geöffnet.