Dresden - Der Probealarm am Mittwochnachmittag in Dresden lief nicht rund. Einige Sirenen lösten verzögert aus. Teilweise war das Signal erst Minuten nach dem geplanten Start zu hören. Die Feuerwehr hat deshalb die technischen Protokolle der Anlagen geprüft und ausgewertet.
So meldeten 22 Sirenen aufgrund eines "nicht erkennbaren" Fehlers eine technische Störung zurück, wie Sprecher Michael Klahre (46) berichtet. Dies entspreche einer Quote von rund zehn Prozent.
Die Folge: "Das Sirenensteuerungssystem wechselte automatisch in sein vorgesehenes Ausfallszenario. Statt alle Sirenen gleichzeitig auszulösen, wurden sie nacheinander einzeln angesteuert."
Das bestehende Sicherheitskonzept habe somit funktioniert.
Der Mechanismus stelle sicher, dass die Warnung der Bevölkerung auch dann geschehe, wenn eine gleichzeitige Auslösung aller Sirenen technisch nicht möglich sei.
"Die Folge war, dass das Sirenensignal in vielen Bereichen der Stadt mehrfach und über einen längeren Zeitraum wahrnehmbar war", so Klahre weiter.
Die Einzelansteuerung habe auch die Verständlichkeit der Sprachdurchsagen beeinträchtigt. Dem Sprecher zufolge hatten sich viele Bürger bei der Feuerwehr gemeldet, weil sie die Durchsagen nur schwer oder gar nicht verstehen konnten.
Uwe Friedrich, stellvertretender Amtsleiter, resümiert: "Ein Probealarm dient nicht nur dazu, festzustellen, ob eine Sirene funktioniert oder nicht. Er zeigt uns auch, wie sich das gesamte Warnsystem unter realen Bedingungen verhält. Genau diese Erkenntnisse helfen uns, die Warnung der Bevölkerung kontinuierlich zu verbessern."