Dresden - In der Nacht auf Freitag wurde die nächste Runde im Kampf zwischen Zebrastreifen-Aktivisten und der Stadt Dresden eingeläutet.
Der Austragungsort des erbitterten Schlagabtauschs ist altbekannt: Die Charlottenstraße in der Neustadt - eine Straße, die aus Sicht der Gruppierung "Widerstands-Kollektiv" nur einen "unzureichenden Schutz für vulnerable Verkehrsteilnehmer" bietet.
Erst Anfang September hatten die Aktivisten dort auf Höhe der Angelikastraße einen Fake-Zebrastreifen auf den Asphalt gemalt. Die Stadt reagierte, strich die Pinselei zunächst mit gelben Kreuzen durch und ließ sie anschließend komplett bereinigen.
In der Nacht auf Freitag schlug das Widerstands-Kollektiv erneut zu, malte mehrere kleine Zebras an selbige Stelle. Sie bezeichneten ihr Werk dabei als eine "Kunstaktion".
In einer Mitteilung am Morgen forderten sie zudem: "Wir brauchen eine Infrastruktur, die Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, eine sichere Mobilität ermöglicht. Mit unseren Zebrastreifen leisten wir einen konkreten Beitrag, da von politischer Seite keine ausreichenden Maßnahmen umgesetzt werden."
Der Polizeidirektion Dresden waren die neuen Asphalt-Zebras auf TAG24-Nachfrage noch nicht bekannt. Nach der letzten Aktion wurde wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung ermittelt.