Dresden - Die SPD nennt es "Amtsschimmelirrsinn", nun geht die Posse um den gesperrten Park an der Würzburger Straße in Dresden-Plauen weiter.
Nachdem Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) vergangene Woche im Stadtrat verkünden musste, dass es für mögliche Sanierungsarbeiten Budget-Probleme und keine Zeitschiene gebe, steht das weitere Vorgehen der Stadt jetzt plötzlich fest.
Der Park war zu großen Teilen abgeriegelt worden, weil auch die benachbarten Grundschüler durch "intensiven Trittdruck" den Boden verdichtet und so Baumschäden verursacht hätten und damit die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sei, wie es die Verwaltung beschreibt.
Oder anders formuliert: Die Kinder hätten Wiesen zertrampelt und den Boden so festgestampft, dass Wurzelschäden entstanden seien.
"Die etwa ein Jahr andauernde Sperrung ist notwendig, um Wiederherstellungsmaßnahmen ohne laufenden Nutzungsdruck und Gefährdungen durchführen zu können", so ein Sprecher. "Dabei sollen die entstandenen Schäden beseitigt und auch die Spielgeräte vorerst zurückgebaut werden."
Diese Mitteilung macht SPD-Fraktionschefin Dana Frohwieser (49), die sich für die Öffnung des Parks insbesondere für die Grundschüler einsetzt, "fassungslos".
SPD-Stadträtin Dana Frohwieser: "Diesen Irrsinn versteht niemand mehr"
"Nach nun schon fünf Monaten soll der einzige Park und Spielplatz im weiten Umfeld ein weiteres Jahr nicht nutzbar sein?", kritisiert sie die Verwaltung.
Zudem seien zwar zahlreiche Wiesen abgesperrt, Wege im Park aber weiter offen, obwohl gefährdete Bäume darauf stürzen könnten. "Diesen Irrsinn versteht niemand mehr", sagt Frohwieser und schüttelt den Kopf.
Laut Grünamtsleiter Sascha Döll (47) sollen Flächen neu geordnet, Schäden beseitigt werden. Die Grundschüler sollen an der Gestaltung und Neubepflanzung beteiligt werden.
Damit solle nicht nur Verbundenheit gestärkt, sondern auch Verantwortung für den Park und seine weitere Entwicklung übernommen werden, erklärt der Amtsleiter.