Dresden - Wenn bei den Filmnächten am Elbufer der letzte Film gelaufen ist oder das Publikum nach dem Konzert den Heimweg antritt, geht für andere der Abend erst richtig los. Dann wird aus dem Festivalgelände eine riesige Putzbaustelle.
Nach großen Konzerten sind rund 15 Mitarbeiter im Einsatz, bei den Kaiser-Konzerten sogar noch mehr. Zuerst werden die Ränge gekehrt, anschließend geht es auf den Platz.
Ein Team zieht außerdem raus bis zur Carolabrücke und die Parkplätze rund um Staats- und Finanzministerium. "Früh, wenn die ersten Leute zur Arbeit fahren, soll es draußen wieder schön sein", so Dirk Schiemenz (56), technischer Leiter und seit 36 Jahren dabei. Gegen 4 Uhr kommt die Kehrmaschine und nimmt sich den gesamten Platz vor.
Der Endgegner für das Team: Konfetti. "Wenn das geschossen wird, ist es besonders schwer, und wenn es regnet, dann macht es das noch mal viel komplizierter."
Dann kleben die bunten Schnipsel am Boden. Auch Wind kann sie und den bereits zusammengekehrten Müll wieder über das Gelände verteilen.
Ärgernis nach Kaisermania
Beim Müll wird übrigens getrennt: Pappe und Restmüll kommen sogar in separate Müllpressen, Glas wird extra gesammelt. Bei den größten Konzerten reicht das allerdings nicht.
Für die Kaiser-Shows wird sogar ein zusätzlicher Abholcontainer der Firma "Nestler" aufgestellt. Besonders viel Müll fällt auch draußen an. Beim Kaiser campieren viele Besucher auf den Elbwiesen mit Pavillon und Grill.
"Viele lassen den ganzen Müll stehen, obwohl wir auf der Wiese da draußen auch extra Container haben. Das ist immer bisschen ärgerlich."
Jetzt sind die Filmnächte vorbei. Während die letzten Besucher längst zu Hause sind, haben die heimlichen Helden im Hintergrund dafür gesorgt, dass vom Festival möglichst wenig übrig bleibt - außer Erinnerungen und ein sauberes Königsufer.