Radebeul - Schau mal, ein Cowboy! Die Fußgängerampel an der Schildernstraße/Ecke Meißner Straße in Radebeul, 200 Meter entfernt vom Karl May Museum, ist um ein partnerschaftliches Symbol bereichert: Ein Wildwestheld leuchtet bei Grün und Rot mit.
Mittels Symbolscheiben, die einen Cowboy in Miniaturformat abbilden, ist die bunte Welt von Winnetou und Old Shatterhand damit ein Stück des öffentlichen Verkehrs in Radebeul geworden.
Leuchtet die Ampel grün, läuft die Figur mit geschulterter Langwaffe, bei Rot gilt Gewehr bei Fuß. "Eine Ampel ist im Alltag ein ganz selbstverständliches Zeichen. In diesem Fall erzählt sie aber eine Geschichte", sagt Radebeuls OB Bert Wendsche (62, parteilos).
Dabei ist dieses neue Ampel-Symbol ein Geschenk der langjährigen Partnerstadt St. Ingbert (Saarland). Was noch zu DDR-Zeiten als wirtschaftliche Beziehung entstand, führe heute zu Bürgerfahrten, Jubiläumsfeiern sowie Hilfe in Not, wie bei den Hochwassern 2002 und 2013.
Oder eben zu einer Ampel.
Radebeuler Cowboy als partnerschaftliches Symbol
"Der Cowboy wird künftig viele Menschen auf ihrem Weg durch Radebeul begleiten und dabei ganz nebenbei an die Städtepartnerschaft erinnern", so Wendsche.
Die Ampel ist übrigens direkt am neuen Anbau des Karl May Museums gelegen, der wie geplant Ende 2027 fertiggestellt sein soll.