Schmackhaft: Bei diesem Projekt kommt in Dresden nur internationale Küche auf den Tisch
Dresden - Wie schmeckt's in Pakistan? Was kommt bei einer georgischen Familie auf den Tisch? Und wie viel hat Taiwan kulinarisch zu bieten? Bei "Story-Teller" erlebt man verschiedene Kulturen live am Herd: Menschen aus aller Welt kochen ihre traditionellen Gerichte und bringen so ein Stück ihrer Heimat nach Dresden.
Die Idee dazu hatte Tetiana Ivanchenko (39) aus einer ganz persönlichen Erfahrung. Die gebürtige Ukrainerin kam vor zehn Jahren nach Deutschland.
"Ich habe bemerkt, dass ich zwar mitten in der Gesellschaft bin, aber gar nichts über die Menschen um mich herum weiß."
Über den Verein Plattform Dresden organisiert die gelernte Journalistin deshalb nun seit zwei Jahren internationale Kochabende an unterschiedlichen Orten.
Georgische, taiwanesische, pakistanische oder montenegrinische Küche steht auf dem Programm. Gekocht von Menschen aus den jeweiligen Ländern.
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Projekt brauchte sechs Monate, um erfolgreich zu werden
Beim gemeinsamen Schnippeln und Kochen sollen die Leute untereinander schneller ins Gespräch kommen, hofft Tetiana. Genau darum geht es ihr: "Oft wird in Podiumsdiskussionen über Migranten geredet. Ich finde es viel besser, wenn man im Gespräch miteinander ist."
So sollen Vorurteile und Berührungsängste verschwinden. "Manche Menschen, die sich bei uns kennengelernt haben, stehen immer noch in Kontakt."
Sechs Monate dauerte es, bis sie die Dresdner für ihre Koch-Events gewinnen konnte. "Danach ist das Projekt durch die Decke gegangen." Heute werden nur drei Termine auf einmal veröffentlicht, "sonst sind alle Kurse direkt ausgebucht".
Dabei verfolgt sie ein klares Ziel: "Stereotype Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Die Welt schmeckt einfach besser, wenn man sie zusammen erlebt." Infos: plattform-dresden.de.
Titelfoto: Vira Dumke

