Seit 22 Jahren trockengelegt: Millionen-Sanierung am Krachtbrunnen

Dresden - Für 1,9 Millionen Euro wird seit Ende Februar am östlichen Krachtbrunnen gewerkelt. Läuft alles nach Plan, werden nächstes Jahr wieder sieben Wasserspiele sprudeln, schlecht erhaltene Bauteile durch neue ersetzt sein.

Prof. Erika Schmidt (80) von der Bürgerinitiative "Neustädter Freiheit": "Wir möchten, dass alles, was hier im Laufe der Zeit schäbig geworden ist, instandgesetzt wird."
Prof. Erika Schmidt (80) von der Bürgerinitiative "Neustädter Freiheit": "Wir möchten, dass alles, was hier im Laufe der Zeit schäbig geworden ist, instandgesetzt wird."  © Norbert Neumann

Seit Jahren sind Brunnentechnik und Bausubstanz am Neustädter Markt in desolatem Zustand, immer wieder wurde die Sanierung verschleppt. Doch seit Februar laufen die Arbeiten an dem seit 22 Jahren stillgelegten Brunnen.

"Der Bau läuft sogar etwas schneller als gedacht. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Brunnen im Frühjahr 2025 einweihen können", verkündete Mattes Hofmann (52) vom Amt für Stadtgrün.

Weit fortgeschritten sind etwa die Abbrucharbeiten am Brunnenbecken, das bis Oktober erneuert sein soll. Auch der Technikschacht sitzt bereits in der Erde. Zugleich sollen über 50 Prozent der originalen Bauteile, darunter die Brunnenskulptur und Teile des Podests, erhalten bleiben.

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Erika Schmidt (80) von der Initiative "Neustädter Freiheit" freut sich über den Baufortschritt: "Der Krachtbrunnen hat eine Schlüsselfunktion für die Bedeutung, die Schönheit, die Aufenthaltsqualität und die weitere Instandsetzung des Platzes."

Die Skulptur bleibt während der Bauarbeiten auf dem Platz stehen, soll vor Ort saniert werden.
Die Skulptur bleibt während der Bauarbeiten auf dem Platz stehen, soll vor Ort saniert werden.  © Norbert Neumann
Hier erklärt Mattes Hofmann (52), wie die Oberfläche der neuen Betonplatten an die Originale angeglichen werden soll. Am Ende soll alles einheitlich aussehen.
Hier erklärt Mattes Hofmann (52), wie die Oberfläche der neuen Betonplatten an die Originale angeglichen werden soll. Am Ende soll alles einheitlich aussehen.  © Norbert Neumann

Während der Bauzeit können Neugierige den Sanierungsfortschritt durch den Zaun beobachten.

Titelfoto: Norbert Neumann

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