Stahlkonstruktion aufgetaucht: Was macht dieser Strommast vor dem Kongresszentrum?

Dresden - Wer aktuell am Dresdner Kongresszentrum vorbeikommt, dem wird eines sofort ins Auge fallen: Vor dem Veranstaltungsort prangt eine riesige Stahlkonstruktion. Dahinter steckt eine Tagung, die ab Mittwoch mehr als 900 Menschen in die Landeshauptstadt lockt.

Seit Dienstag prangt dieser Stahlbau vor dem Internationalen Congress Center an der Devrientstraße.  © Anne-Sophie Mielke

Seit Dienstagvormittag ragt der zwischen 25 und 30 Meter hohe Stahlbau an der Devrientstraße eindrucksvoll in den Dresdner Frühlingshimmel. Eine neue Hochspannungsleitung durch Dresden ist hier allerdings nicht geplant, vielmehr dient der Mast als Anschauungsobjekt.

"Der Mast ist ein Exponat eines Mastprovisoriums, wie sie bei Umbauten wichtiger Hochspannungsleitungen für provisorische Umleitungen eingesetzt werden", erklärt Markus Palic, Sprecher der Tagungsgesellschaft, auf Anfrage von TAG24. Neben der Stahlkonstruktion des Unternehmens "Cteam" aus Baden-Württemberg wurde außerdem eine Rolle mit einer teilweise abgewickelten Straße ausgestellt, die beim Leitungsbau im freien und unbefestigten Gelände temporär zum Einsatz kommt.

Grund für die besondere Konstruktion vor dem Kongresszentrum ist die 34. Leitungsbautagung für Freileitungen und Kabel in der Hoch- und Höchstspannungsebene, die vom 6. bis 8. Mai im MARITIM Hotel und im Internationalen Congress Center stattfindet.

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Über 900 Teilnehmer bei Tagung in Dresden erwartet

Das Mast-Exponat vor dem Dresdner Kongresszentrum. Die orange-schwarze Rolle daneben zeigt eine Behelfsstraße, die beim Leitungsbau temporär zum Einsatz kommt.  © Anne-Sophie Mielke

Erwartet werden in diesem Jahr 950 Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die sich an drei Veranstaltungstagen auf insgesamt 17 Vorträge freuen können.

Dabei geht es beispielsweise um die zunehmenden Extremwetterereignisse, von denen ebenso wie andere Infrastruktureinrichtungen auch Netzbetreiber betroffen sind.

Laut Veranstalter ist das "Forum Netzbau und Netzbetrieb 2026" inzwischen die größte Tagung ihrer Art in Deutschland. Zum fünften Mal wird sie nun schon in der sächsischen Landeshauptstadt ausgerichtet, schließlich sei Dresden "eine sehr schöne Stadt", so Palic. 1993 wurde die Tagung im Hygienemuseum durchgeführt - mit etwa 120 Teilnehmern.

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Am Freitag wird der ungewöhnliche Mast aus der Dresdner Altstadt wieder verschwinden - ebenso wie die zahlreichen Netzbau-Begeisterten.

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