Energiepreise, Pandemie, Bau-Chaos: Darum rutschte Dresdner Uni-Brauerei in die Insolvenz

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Dresden - Nachdem Ende April bekannt geworden war, dass die Dresdner Uni-Brauerei Lohrmanns am Amtsgericht Dresden Insolvenz anmelden musste, äußerte sich das Unternehmen gegenüber TAG24 nun zu den Hintergründen der wirtschaftlichen Schieflage.

Die Dresdner Uni-Brauerei Lohrmanns äußerte sich zu den Hintergründen der Insolvenz.
Die Dresdner Uni-Brauerei Lohrmanns äußerte sich zu den Hintergründen der Insolvenz.  © Holm Helis

Das Brau-Unternehmen betonte zunächst, dass Francisco Arroyo seit Beginn des Jahres nicht länger Geschäftsführer von Lohrmanns sei. Seit dem 1. Januar 2026 liege die Geschäftsführung in den Händen von Prof. Dr. Jan J. Weigand und Prof. Dr. Thomas Henle.

Die Gründe für die finanzielle Notlage seien ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wie der Betrieb in einer Stellungnahme erklärte.

Neben den allgemein gestiegenen Energie- und Personalkosten hätten vor allem hohe Vorlaufkosten durch Investitionen, Bauverzögerungen sowie Nachwirkungen der Corona-Pandemie auf die Entwicklung gedrückt.

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Nach der Übernahme der neuen Geschäftsführung wurde schnell deutlich, dass sich Lohrmanns strukturell neu ordnen müsse.

In den vergangenen Monaten sei die wirtschaftliche Lage daher intensiv geprüft und ein Sanierungskurs vorbereitet worden. Das beantragte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung sieht das Dresdner Unternehmen als Teil des Prozesses.

Nach Insolvenzantrag: Entwarnung für Lohrmanns Beschäftigte

Das Brauerei-Unternehmen betonte, dass der Betrieb nicht stillstehe und auch nicht eingestellt werde.
Das Brauerei-Unternehmen betonte, dass der Betrieb nicht stillstehe und auch nicht eingestellt werde.  © Steffen Füssel

Ziel sei es nun, das Brau-Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren. Dafür werde aktuell ein konkreter Führungsplan erarbeitet.

Entwarnung gibt es unterdessen für die Mitarbeitenden: Die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld abgesichert.

Gleichzeitig betonte die Brauerei: "Weder steht der Betrieb still noch wird er eingestellt – im Gegenteil. Brauerei, Gastronomie und Veranstaltungen laufen planmäßig weiter."

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Trotz der herausfordernden Situation sehe das Unternehmen in der wirtschaftlichen Sanierung die klare Chance, Lohrmanns langfristig stabiler und zukunftsfähiger zu machen.

Titelfoto: Holm Helis

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