Teurer Spaß für Dresdens Bauvorhaben: Nun müssen die Kleingärten weichen!

Dresden - Die Stadt baut. Weil sieben Kleingärten einer neuen Kreuzung weichen müssen, wird eine großzügige Entschädigung gezahlt.

Dieser Garten und sechs weitere sind beim Umbau der Kreuzung im Weg.
Dieser Garten und sechs weitere sind beim Umbau der Kreuzung im Weg.  © Ove Landgraf

Da führt nun kein Weg mehr dran vorbei: Nach über 90 Jahren muss ein Teil der Kleingartensparte nordöstlich der Pferderennbahn weichen, weil dort eine Straße gebaut werden soll.

Die neue Anbindung der östlichen Winterbergstraße an die Straße An der Rennbahn wird künftig die nahe Kreuzung Winterbergstraße/An der Rennbahn/Dobritzer Straße entlasten. Die will die Stadt außerdem komplett umbauen, um sie so sicherer machen.

Dabei sind aber sieben Gärten im Weg, ein weiterer ist teilweise betroffen. Die Kleingärtner wissen schon Bescheid.

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"Glücklich ist niemand, aber alle haben Verständnis und machen mit", sagt Frank Hoffmann (61), der Vorsitzende des Stadtverbands "Dresdner Gartenfreunde". Der Verband ist Pächter der ganzen Anlage.

Auch wenn die Kleingärtner mitziehen, wird es für das Rathaus teuer. Für deren Entschädigung wird mit Kosten von 125.000 Euro gerechnet.

Gärtner sehen nicht das komplette Geld der Entschädigung

Verbands-Chef Frank Hoffmann (61) ist mit der Stadt und dem betroffenen Kleingartenverein im Gespräch.
Verbands-Chef Frank Hoffmann (61) ist mit der Stadt und dem betroffenen Kleingartenverein im Gespräch.  © Steffen Füssel

Das sind fast 18.000 Euro pro verschwundener Parzelle. So viel bekommen die Hobbygärtner allerdings nicht.

"Die Höhe der Entschädigung hängt vom Wert des jeweiligen Gartens ab", erklärt Hoffmann. Dieser sei noch nicht ermittelt.

Mit dem Geld werden allerdings auch Ersatzflächen an der Gasanstaltstraße vorbereitet. Dorthin wollen aber wohl nur zwei der Gärtner umziehen. Die anderen ziehen innerhalb der Sparte um oder geben ihre Parzellen ganz auf.

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Die gesamte Umgestaltung der Kreuzung mit geänderter Verkehrsführung, dem Bau einer Ampelanlage und dem Abzweig kostet geschätzt 2,2 Millionen Euro.

Nach Ansicht des Rathauses ist sie aber nötig, weil die von 33.000 Autos täglich befahrenen Straßen ein Unfallschwerpunkt sind.

Und genau der muss künftig von den Schülern des Gymnasiums Linkselbisch-Ost (LEO) passiert werden, das unweit entstehen soll.

Titelfoto: Ove Landgraf

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