Dresden - Anstelle der Blühwiese an der Ostra-Allee prägen jetzt Bauzäune und eine Schotterpiste das Bild. Grund dafür ist ein aufwendiges Projekt des Freistaats: Das historische Sägezahn-Dach der Theaterwerkstätten wird saniert.
Der Gebäudekomplex wird von Semperoper und Staatsschauspiel genutzt, gilt als Zeugnis der Ostmoderne.
Auch das vorhandene Dach mit seiner Sheddach-Konstruktion (auch Sägezahn-Dach genannt) stammt laut Sächsischem Immobilien- und Baumanagement (SIB) noch aus der Erbauungszeit der Theaterwerkstätten Mitte der 1980er-Jahre.
"Alters- und zustandsbedingt ist nun eine Komplettsanierung der Dachhaut notwendig", sagt Sprecherin Carolin Baer (33).
"Hauptbestandteil ist der Abbruch und die Entsorgung des alten Dachaufbaus sowie der Neuaufbau des Flachdaches mit normgerechter Wärmedämmung und einer Begrünung der Dachfläche. Darüber hinaus werden alle Sheds neu und nach Vorgaben der Denkmalpflege mit Blechen versehen und mit einer normgerechten Wärmedämmung eingehaust."
Nach Abschluss der Arbeiten wird sich um Blühwiese gekümmert
Auch die Dachentwässerung wird erneuert. Um ungehindert an die Abdichtung zu gelangen, muss die Lüftungs- und Ablufttechnik verlegt werden. Der Freistaat plant mit Kosten von rund 3,3 Millionen Euro.
"Damit die Produktion in den Theaterwerkstätten ungehindert weiterlaufen kann, wird zudem ein Notdach mit großen Spannweiten und umfangreichen Gerüstarbeiten zur Abstützung errichtet", erklärt Baer.
Nach Abschluss der Arbeiten im Sommer 2027 soll die Blühwiese wiederhergestellt werden.