Tierheim vermittelte Hunderte Vierbeiner
Dresden - Das städtische Tierheim blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. 417 Tiere fanden ein neues Zuhause. Selbst ein hochgiftiger Sahara-Dickschwanzskorpion, der zeitweise im Tierheim lebte, konnte erfolgreich weitervermittelt werden.
Insgesamt nahm das Tierheim 861 Tiere auf – knapp 30 weniger als im Vorjahr. 305 davon kamen als Fundtiere ins Heim – 101 wurden von Besitzern immerhin wieder abgeholt.
"Ausgaben hatten wir für Futter insgesamt 32.326,44 Euro und 8832,53 Euro für Katzenstreu", erklärt der amtliche Tierarzt Lutz Meißner (62). Städtische Unterstützung gab es dabei in Höhe von 235.700 Euro.
Besonders stolz ist das Tierheim auf eine Anschaffung: drei "Maulkorbklappen", die an den Zwingern befestigt sind. "Damit können wir das Aufsetzen des Beißkorbes bei gefährlichen Hunden trainieren", so Tierarzt Meißner.
Bedrohlich wurden im vergangenen Jahr jedoch auch Herrchen: "Ein von der Polizei beschlagnahmter Hund war bei uns in Zwangspflege. Der Besitzer versuchte mehrmals, ihn gewaltvoll zurückzuholen", erinnert sich Tierheim-Chef Florian Hanisch (40).
Mit Unterstützung des Ortschaftsbeirats Cotta wurde deshalb eine Eingangsüberwachung für 43.000 Euro installiert.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Steigende Kosten trafen 2025 auch das Tierheim: "Die Aufnahmegebühren wurden erhöht, um den tatsächlichen Betreuungsaufwand abzubilden", erklärt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (49, Linke).
Aktuell stehen 44 Fellnasen in den Vermittlungs-Startlöchern. Dazu gehört auch Dackel-Mischling und "Langzeit-Insasse" Orbitz, der seit 2014 auf ein Zuhause wartet. Infos: dresden.de/tierheim
Titelfoto: Stephan Häßler
