Tore, Tempo, Teamgeist: Rolli-Fußballer jagen schon den dritten Meistertitel

Dresden - Wenn man bei diesem Sport zuschaut, dann sieht es einfach ein wenig aus wie Auto-Fußball im Mini-Format. Aber die Action ist absolut hochkarätig! Die E-Rolli-Fußballer vom SV Motor Mickten wirbeln mit ihren Rollstühlen im rasanten "Powerchair Football" über das Parkett der Dresdner "BallsportARENA".

Mit den Power Cats gib es beim SV Motor Mickten auch noch eine zweite Mannschaft.  © Ove Landgraf

Gegründet 2014 als Deutschlands erstes Team in dieser Sportart, holten die Power Lions 2025 und 2026 sensationell den Deutschen Meistertitel.

Gespielt wird vier gegen vier auf einem Basketballfeld mit einem 33 Zentimeter großen Ball. Die Spieler steuern maßgeschneiderte, bis zu 15.000 Euro teure Elektrorollstühle mit Schutzgittern.

Ziel ist es, wie beim Fußball auch, Tore zu erzielen. Wer nach zweimal 20 Minuten mehr Tore erzielt hat, gewinnt.

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Das absolute Highlight sind die rasanten Drehschüsse im Fahren. Abteilungsleiterin Romy Pötschke (45) erklärt: "Das sind sogenannte Spin und Reverse Spin Kicks. Durch das Drehen wird der Ball deutlich schneller. Bis so ein Reversespinkick funktioniert, dauert es im Schnitt zehn Jahre."

Trotz allem Highspeed steht Fair Play ganz oben. "Man darf nicht in vollem Tempo in jemanden reinfahren. Es ist eben eine Sportart für Menschen, die eine ausgeprägte Behinderung haben."

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Romy Pötschke (45) ist Abteilungsleiterin und Spielerin.  © Ove Landgraf
Stolz präsentiert das Team seinen Meisterpokal, der erst im Juni errungen wurde.  © Ove Landgraf

SV Motor Mickten: Starspieler "Rollnaldo" peilt dritten Meistertitel an

Acacio Cossa (37) ist Kapitän der Mannschaft und einer von zwei Nationalspielern.  © Ove Landgraf

Einer der gefeierten Stars des Teams ist Nationalspieler Acacio Cossa (37).

Er begeistert im Netz unter dem Namen "a.rollnaldo" 116.000 Follower mit Comedy und Sport-Content: "Mittlerweile macht es mir so viel Spaß, dass ich mir vorstellen kann, das hauptberuflich zu machen."

Für Acacio hat der Sport alles verändert: "Das Besondere ist, dass, egal wie stark die körperliche Einschränkung ist, jeder den Sport ausüben kann."

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Damals konnte er es sich gar nicht vorstellen, überhaupt Sport zu machen. Er war auch vorher kein wirklicher Fußballfan. "Es ist toll, Sport machen zu können - und auch erfolgreich."

Denn das klare Ziel: Bei "nur" zwei Meistertiteln in Folge soll es nicht bleiben.

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