Über diese Plakate in Dresden sollte man mal nachdenken

Dresden - Seit Mittwoch zieren wieder riesige Kunstbanner die Altstadt. Damit will die Initiative "Weltoffenes Dresden" an den 8. Mai 1945 erinnern, nachdenklich machen.

13 Kulturinstitutionen machen dieses Jahr mit, die Beteiligten versammelten sich gestern am Dr.-Külz-Ring.  © Petra Hornig

An sechs Standorten, etwa am Dr.-Külz-Ring und auf dem Neumarkt, hüllen XXL-Kunstbanner Gerüsttürme ein. Motto dieses Jahr: "Weltgeschehen und Nachbarschaft". 13 Kulturinstitutionen, darunter Semperoper, Staatsschauspiel und Hygiene-Museum, stehen hinter der Aktion.

"Unser Haus hat sich in den Dienst einer verbrecherischen Ideologie gestellt. Deswegen ist es für uns eine Verpflichtung, Offenheit in der Gesellschaft anzustoßen", erklärt Florian Frisch (50), Sprecher des Hygiene-Museums.

Das Museum zeigt ein Werk von Martin Bertelmann (36) vor dem Kulturpalast: Eine Wolkenlandschaft über dem Irak steht für die Fragilität von Frieden und Freiheit.

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Andere Werke sind gemalt, gezeichnet oder gedruckt. Alle sollen sie zum Nachdenken anregen. Ob das gelingt?

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Künstler Martin Bertelmann (36) und Florian Frisch (50) vom Hygienemuseum zeigen ein Wolken-Kunstwerk.  © Petra Hornig

"Wenn wir nur einen oder eine bewegen, ist viel erreicht", sagt Staatsschauspiel-Direktor Joachim Klement (65). Rund 12.700 Euro kostet die Banneraktion, 4000 Euro bezuschusst der Stadtbezirk Altstadt. Am 17. Mai verschwinden die Werke wieder aus dem Stadtbild.

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