Dresden - Dass es an der Brücke Budapester Straße gewaltig bröckelt und immer mehr Spanndrähte reißen, ist bekannt. Dabei besonders bitter: Eigentlich entstand hier momentan eine Skateanlage für knapp 460.000 Euro. Nun heißt es: Baustopp!
Investiert wurden dabei schon etwa 250.000 Euro. Bereits 2022 wurde die Skateanlage beschlossen. Insbesondere "leere" Räume unter Brücken sollen so sinnvoll genutzt werden.
"Eine Skatefläche unter einem Bauwerk ist auch bei Regen nutzbar und bietet so eine andere Aufenthaltsqualität als andere", erklärt das Rathaus.
Vor allem die Skateboarder vom Verein "Dresden rollt" waren von der Idee angetan. Denn gerade für sie sind Skate-Rückzugsorte Mangelware.
"Wenn was passiert, ist es fast immer über Eigeninitiative. Es wäre sehr schade, wenn sich nichts weiter tut. Man könnte beispielsweise die Anlage unter der Löbtauer Brücke ausweiten. Oder eben weitere Flächen suchen", betont Skateboard-Profi Sebastian Linda (42) vom Verein "Dresden rollt".
Skate-Profi Linda glaubt nicht an Happy End
Immerhin: "Nach der Belastungsprüfung der Brücke Mitte August wird die Fertigstellung der Skateranlage zeitlich neu geordnet", so die Stadt auf TAG24-Nachfrage.
Skate-Profi Linda glaubt trotzdem nicht daran, dass die Anlage noch fertiggestellt wird: "Da müsste ja ein Wunder passieren, was jetzt alles zum Spanndraht an der Brücke bekannt ist."
Für ihn liegt das Problem dabei aber eigentlich noch viel tiefer.
"Ich vermisse in Dresden multifunktionale Flächen, wo alle Sportarten zusammenkommen. Wir sollten Sport hier ernster nehmen."