Von Bali nach Sachsen: Dresdner reist ohne Flugzeug zurück

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Bali/Dresden - Von Bali zurück nach Dresden - und das komplett ohne Flugzeug: Der 20-jährige Mattis wagt ein außergewöhnliches Abenteuer und sorgt damit für Aufsehen im Netz. Im Gespräch mit TAG24 erzählt er von seiner herausfordernden Reise per Anhalter, Bus und Fähre sowie von den Begegnungen, die ihn dabei besonders prägen.

Mattis (20) möchte ohne Flugzeug von Bali nach Dresden reisen.
Mattis (20) möchte ohne Flugzeug von Bali nach Dresden reisen.  © privat

Wie Mattis verrät, steckt hinter seiner außergewöhnlichen Reise vor allem der Wunsch nach unvergesslichen Erinnerungen.

"Das sind Erfahrungen, die man so nicht einfach so machen kann, und vielleicht ist das meine einzige Chance", betont der 20-Jährige, der nach seinem Abi zunächst acht Monate in Australien verbrachte, bevor es weiter nach Bali ging.

Die Idee, die Strecke von Indonesien nach Dresden ohne Flugzeug zurückzulegen, brachte Mattis' Vater ins Spiel. "Er meinte irgendwann mal, ich könne ja den Landweg zurück machen", erzählt der 20-Jährige lachend.

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Inspiriert von Reisenden auf Instagram und ersten positiven Erfahrungen beim Trampen in Tasmanien entschied er sich schließlich für den abenteuerlichen Rückweg nach Dresden. Seine Erfahrungen hält er dabei auch selbst in den sozialen Medien fest.

Immer wieder wird Mattis von freundlichen Einheimischen mitgenommen.
Immer wieder wird Mattis von freundlichen Einheimischen mitgenommen.  © privat
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Mattis beeindruckt die Offenheit vieler Einheimischen

Rund 170 Kilometer pro Tag möchte Mattis zurücklegen.
Rund 170 Kilometer pro Tag möchte Mattis zurücklegen.  © privat

Aktuell befindet sich Mattis noch in Indonesien.

Von Jakarta aus soll es jedoch schon bald mit der Fähre weiter nach Singapur gehen. Anschließend stehen Malaysia, Thailand, Laos und China auf seiner Route. Danach reist er durch Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan.

Im Anschluss könnten Russland oder Aserbaidschan folgen, bevor es über Georgien, die Türkei und den Balkan sowie Tschechien zurück nach Dresden geht.

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Insgesamt legt Mattis dabei rund 20.000 Kilometer zurück. Etwa 170 Kilometer pro Tag möchte er schaffen - per Anhalter, Bus, Fähre oder Zug.

Für seine Fortbewegung hat er sich die Challenge gesetzt, nur 50 Euro pro Monat auszugeben. "Das mache ich einerseits, um zu zeigen, dass so eine Reise auch mit wenig Geld möglich ist", erklärt der Dresdner.

Andererseits findet er das Trampen toll, "denn so entstehen die besten Geschichten, man trifft viele Einheimische und am Ende entstehen so auch die krassesten Erfahrungen".

Besonders beeindruckt ihn die Offenheit vieler Menschen trotz schwieriger Lebensbedingungen. "In Indonesien arbeiten manche Leute für 500 Euro im Monat jeden Tag 13 Stunden. [...] Und trotzdem waren sie nie neidisch auf mich oder wollten mich ausrauben."

Mit einem begrenzten monatlichen Budget reist Mattis und wird dabei immer wieder von Menschen mitgenommen.
Mit einem begrenzten monatlichen Budget reist Mattis und wird dabei immer wieder von Menschen mitgenommen.  © privat

Mattis reist mit allem, was gerade verfügbar ist

Durchs Trampen hat Mattis bereits viele tolle Erfahrungen gesammelt.
Durchs Trampen hat Mattis bereits viele tolle Erfahrungen gesammelt.  © Bildmontage: privat

Doch so romantisch das Abenteuer klingt: Einfach ist es nicht immer. Vor allem Schlafmangel macht ihm zu schaffen.

"Meine Tage sind unglaublich unregelmäßig", erzählt er. "Oft gehe ich sehr spät ins Bett, gerade wenn ich trampe und spät in eine Unterkunft komme", und am nächsten Morgen geht es direkt weiter.

Auch Unsicherheiten gehören dazu. Von Einheimischen wird er immer wieder vor bestimmten Regionen gewarnt - etwa Sumatra (Indonesien), Xinjiang (China) oder Dagestan (Russland). "Das heißt aber noch lange nicht, dass es stimmt", so Mattis.

Er ergänzt: "Eher sterbe ich bei einem Autounfall, als dass ich irgendwo ermordet werde."

Bisher reist er mit allem, was gerade verfügbar ist: Autos, Lkws, Motorrollern, Bussen oder Fähren.

In Indonesien sind die Kosten dafür erstaunlich niedrig. "Ein Bus für 400 Kilometer hat nur etwa 6,30 Euro gekostet - und war komfortabler als ein FlixBus", erzählt Mattis. Die Fähre von Bali nach Java kostete sogar nur 80 Cent.

Wenn alles nach Plan läuft, möchte Mattis Anfang oder Mitte September in Dresden ankommen. Danach will er eigentlich studieren, möglicherweise Medienmanagement.

Doch ob es wirklich bei einem normalen Studentenleben bleibt, weiß er selbst noch nicht. "Nach so einer Reise wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis es mich wieder weit weg von zu Hause zieht."

Titelfoto: Bildmontage: privat

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