Vorbereitung in vollem Gange: Sachsens Polizei ist reif fürs Museum

Dresden - Bislang gab es bei der Polizeidirektion Dresden die kriminalhistorische Sammlung. Doch demnächst soll es ein richtiges Museum der sächsischen Polizei geben! Haushaltsmittel sind dafür bereits eingestellt. Auch wissenschaftliches Personal wurde bewilligt. Nun müssen sich noch die passenden Räume dafür finden.

Polizeirat Sven Fischer (43) und Museologin Korinna Lorz (45) arbeiten am Konzept für das neue Polizeimuseum.
Polizeirat Sven Fischer (43) und Museologin Korinna Lorz (45) arbeiten am Konzept für das neue Polizeimuseum.  © Eric Münch

"Was wir anstreben, gibt es bisher nirgendwo", sagt Polizeirat Sven Fischer (43).

Eigentlich leitet er das Polizeirevier Nord, ist aber auch Impulsgeber für das "Forum Polizei_Geschichte Sachsen".

So soll die neue Ausstellung heißen, die sich vom Konzept her am "Militärhistorischen Museum" orientiert.

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Seit 2018 arbeitet Fischer schon an dem Konzept. Seit September 2021 hat er mit der Museologin Korinna Lorz (45) auch eine wissenschaftliche Leiterin gefunden.

Außerdem gibt es eine weitere Museologin für das Sammlungsmanagement, einen Historiker und eine Bürokraft.

"Meine Aufgabe ist es, die Inhalte aufzubereiten", sagt Lorz, die zuvor zehn Jahre in der Landesstelle für Museumswesen arbeitete. "Ich stehe dazu mit Kollegen in ganz Sachsen im Austausch."

Auch Informationsmaterial zu aktuellen Polizei-Themen soll es im Museum geben.
Auch Informationsmaterial zu aktuellen Polizei-Themen soll es im Museum geben.  © Eric Münch

Räumlichkeiten für sächsisches Polizeimuseum werden noch gesucht

Ein Strich, kein Strich: Solche Jacken mit aufgesprühtem "POLIZEI"-Schriftzug trugen Bereitschaftspolizisten kurz nach der Wende.
Ein Strich, kein Strich: Solche Jacken mit aufgesprühtem "POLIZEI"-Schriftzug trugen Bereitschaftspolizisten kurz nach der Wende.  © Eric Münch

Eine reine Ausstellung soll das Museum aber nicht werden: "Hier sollen nicht nur verstaubte Helme aneinandergereiht werden", so Fischer.

"Wir wollen einen kritischen Dialog mit der Öffentlichkeit."

Dabei soll auch die Selbstkritik nicht zu kurz kommen, Probleme und Selbstverständnis der Polizei in der Demokratie dargestellt werden.

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Das Forum richtet sich dabei sowohl an Polizei als auch die Öffentlichkeit.

Auch Vorträge und Diskussionsveranstaltungen sind angedacht.

Als nächster großer Schritt sollen nun passende Räumlichkeiten gesucht werden: "Rund 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche brauchen wir", so Polizeirat Fischer.

Anbieten würde sich dazu beispielsweise eine Ausweitung der Räumlichkeiten in der Dresdner Schießgasse, wo auch das Polizeipräsidium sitzt.

Dort soll zumindest als eine Art Preview demnächst die Museumsidee vorgestellt werden.

Titelfoto: Eric Münch

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