Wirbel um Wasserski-Anlage an Kiesgrube Leuben: Stadtrat bereitet Rettung vor!

Dresden - Bestes Wetter, aber Dresdens einzige Wasserskianlage Leuben darf nicht öffnen. Zuvor muss Betreiber Martin Riedel (52) nach Rathaus-Willen mit seinen Container-Gebäuden vom Ufer aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus 70 Meter weiter auf eine Wiese umziehen. Jetzt will der Stadtrat eingreifen und wenigstens die Saison an alter Stätte retten.

Ob die Wasserskianlage in Leuben in dieser Saison doch noch an alter Stätte öffnen darf, soll sich am kommenden Donnerstag im Stadtrat entscheiden.
Ob die Wasserskianlage in Leuben in dieser Saison doch noch an alter Stätte öffnen darf, soll sich am kommenden Donnerstag im Stadtrat entscheiden.  © Steffen Füssel

Zwar würde sich Riedel mit dem Umzug abfinden, um nach 19 Jahren mit seiner Anlage endlich Standort-Sicherheit zu haben. Doch das würde Monate dauern. "Damit wäre die seit Ostern laufende Saison endgültig verloren", sagt Riedel.

Das wäre nicht nur für den Betreiber schlecht, sondern auch für Hunderte Schüler und Sportler, welche die Anlage nutzen wollen. So musste Riedel bereits zwei achten Schulklassen der 32. Oberschule absagen, welche die Anlage für Schulsport und Ganztagsangebote nutzen wollten.

Nun bereiten Stadträte im Ausschuss eine Rettung vor. "Der OB wird gebeten, den Betrieb des Servicebereichs der Wasserskianlage mindestens bis zum 15. Oktober zu dulden", lautet der Eilantrag der CDU, der ohne Gegenstimme eine Mehrheit fand.

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"Stimmt der Stadtrat am kommenden Donnerstag zu, sollte die Anlage am Freitag öffnen", sagt Stadtrat Steffen Kaden (53, CDU).

Seit 2005 betreibt Martin Riedel (52) die Anlage am Standort.
Seit 2005 betreibt Martin Riedel (52) die Anlage am Standort.  © Steffen Füssel
CDU-Stadtrat Steffen Kaden (53) hat mit seiner Fraktion einen Eilantrag zur Rettung des Sport-Areals eingebracht.
CDU-Stadtrat Steffen Kaden (53) hat mit seiner Fraktion einen Eilantrag zur Rettung des Sport-Areals eingebracht.  © Thomas Türpe

Eine Mehrheit fand im Ausschuss auch ein SPD-Eilantrag, der eine längere Duldung und ein Tausch der geschützten Flächen vorsieht, damit die Anlage an bisheriger Stätte bleiben kann.

Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, Thomas Türpe

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