Weil sie immer wieder Wege blockieren: Politiker bläst zur Jagd auf Roller-Sünder

Dresden - Team Zastrow (TZ) fordert eine Knöllchen-Offensive gegen falsch geparkte E-Scooter in Dresden. Diese blockierten immer wieder Fußwege, was vor allem Senioren behindere. Die Fraktion hat dazu auch eine Petition gestartet.

Laufachsen müssen laut Leitlinien frei sein, zwei Meter Restbreite auf dem Weg verbleiben - darum sollten E-Scooter nur am Rand geparkt werden.  © privat

Während die Verwaltung allein im ersten Halbjahr 2025 rund 90.000 Anzeigen im ruhenden Straßenverkehr, also Parkverstöße, bearbeitet hatte, sind 2025 und dieses Jahr insgesamt nur sieben Parkverstöße von E-Scootern verfolgt worden, kritisiert TZ-Stadtrat Remo Liebscher (49).

Dabei seien diese vielen Bürgern ein Ärgernis, wenn sie mitten auf dem Gehweg oder in Ampelbereichen geparkt stehen oder gar liegen würden und auch Ältere mit Rollatoren behinderten.

So fallen zwar auch immer wieder Leihfahrräder negativ auf. Doch anders als die Räder gelten die motorisierten Roller als Elektro-Kleinstfahrzeuge, deren Parkverstöße als Verkehrsordnungswidrigkeit geahndet werden können.

Anzeige
Team Zastrow-Stadtrat Remo Liebscher (49).  © Eric Münch
Bisher stehen vor allem Autos im Fokus der Knöllchen-Jäger.  © imago/Star-Media

Ordnungsamt schiebt Roller beiseite

Laut Verwaltung, die eine TZ-Anfrage beantwortete, würden gravierende Verstöße bei Bedarf dokumentiert, in dringenden Fällen die Sharing-Anbieter kontaktiert. Eine Vielzahl von Fällen werde gelöst, indem die Fahrzeuge durch Kräfte des Ordnungsamtes beiseite geschoben würden.

TZ fordert jetzt feste Parkzonen für die Roller und eine konsequente Ahndung von Verstößen. Nicht etwa für zusätzliche Einnahmen, sondern der Sicherheit wegen, so Liebscher. Die Petition "Leihfahrzeuge in Dresden: Ordnung schaffen, Chaos beenden" soll dem Nachdruck verleihen.

Mehr zum Thema Dresden Lokal: