Mit dem Riesenlaster ins Glück: So lief der Mammut-Umzug der Rettungsrinder
Glashütte/Bannewitz - Zwei Touren, fünf Stunden, 43 Rinder: Das war die Mission des Tierschutzvereins "MUHrielle e. V.". In einer großen Transport-Aktion brachte der Verein viele seiner Schützlinge von Börnchen (Glashütte) in ihr neues Zuhause vor den Toren Dresdens.
"Auf dem bisherigen Hof wurde der Platz für die Rinder einfach zu knapp", erklärt Vereinsgründerin Conny Böttger (50). Insgesamt leben nun 63 der insgesamt 122 Schützlinge des Vereins auf dem Gelände der Possendorfer Agrar GbR in Bannewitz.
Dort haben sie eine dauerhafte Heimat gefunden, an der alle beieinander bleiben können. Mit umgezogen ist unter anderem eine Vierlings-Rinderfamilie - eine echte Sensation (Chance: 1 zu 11 Millionen!).
Das Verladen im Sattelschlepper forderte vollen Einsatz. "Es war knifflig, da wir teilweise außergewöhnlich große Rinder haben", sagt Conny Böttger nach der geglückten Fahrt. Noch vor elf Jahren wurde die Rinder-Retterin verlacht, als sie die Kuh ihres Großvaters rettete.
Da sie als "Nutztiere" aber meist hinter Haustieren zurückstehen, bezeichnet Böttger Rinder als "Schattentiere". An acht Standorten bietet der MUHrielle e.V. ihnen heute einen Lebensort, an dem sie schlachtfrei alt werden können.
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Finanziell unterstützt werden die Riesen über Patenschaften
Finanziert wird das Leben der Riesen (Tierarzt, Futter, Klauenpflege) über Patenschaften. Paten dürfen ihre Lieblinge zudem einmal im Monat am offiziellen Besuchertag auf dem Hof besuchen.
Insofern bietet der Umzug der Tiere noch einen weiteren Vorteil: Da viele Tierpaten in Dresden wohnen, haben sie es nun viel näher zu ihren Schützlingen.
Termin für Rinder-Fans: Am 25. Oktober findet der allererste offizielle Besuchertag auf dem Hof in Bannewitz statt. Wer die glücklichen Wiesen-Riesen live erleben möchte, kann sich ab sofort beim Verein per E-Mail anmelden.
Titelfoto: Stefan Häßler
