Nächste bittere Runde im Moosmutzel-Drama

Dresden - 180.000 Euro Fördergelder weg, Klage abgewiesen, Rettungsversuch im Rat nach monatelangem Tauziehen erst geglückt, durch Ablehnung des Nachtragshaushaltes dann aber doch (vorerst) wieder gescheitert: Seit einem Jahr muss das Moosmutzelhaus in Löbtau um seine Zukunft bangen - ein unerträglicher Zustand für alle Beteiligten.

Die "Moosi"-Sozialpädagogen David Morgenroth (37) und Claudia Elle (41) leben seit einem Jahr in Ungewissheit auch bezüglich ihrer (beruflichen) Zukunft.  © Norbert Neumann

Nachdem zuletzt der Nachtragshaushalt der Verwaltung, der auch die "Moosi"-Rettung vorsah, im Rat keine Mehrheit fand, hoffen die Pädagogen und Kinder auf einen entsprechenden Beschluss Ende Juni.

Man halte an Arbeitsverträgen und Standort fest, "solange noch für die avisierte Rettung Hoffnung besteht", sagt Jan Güldemann (63) vom Träger, der Kindervereinigung Dresden, die den (eingeschränkten) Betrieb nun vorübergehend auch aus eigenen Mitteln stemmt.

Laut Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) sei der angedachte Rettungsplan mit Beschluss des Nachtragshaushaltes weiter möglich.

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Schließung oder Rettung: Das Hin- und Her um den Kinder- und Jugendtreff Moosmutzelhaus in Löbtau ist unerträglich.  © Holm Helis
Stadtrat Tilo Kießling (55, Linke).  © Norbert Neumann

Die Linken wollen auf Nummer sicher gehen und stellen jetzt extra einen Antrag, der die Finanzierung sichern soll, um endlich Rechtssicherheit zu schaffen. Stadtrat Tilo Kießling (55, Linke): "Das Moosmutzelhaus braucht keine weiteren Bekenntnisse. Es braucht Verlässlichkeit."

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