Dresden - Der Stadtsportbund Dresden feiert einen neuen Mitgliederrekord und schlägt gleichzeitig Alarm. Über 137.000 Menschen sind inzwischen in Vereinen organisiert. Doch ohne neue Sportstätten könnte der Boom bald ausgebremst werden.
10.000 neue Mitglieder kamen allein im vergangenen Jahr dazu. "Das ist der Zeitpunkt, wo wir aus dem Lächeln gar nicht mehr herauskommen", sagt Präsident Lars-Detlef Kluger (55).
Landesweit ist Dresden absolute Spitze. Sachsenweit steigen die Mitgliederzahlen um 3,2 Prozent, in Dresden um 7,2 Prozent. Auch die Anzahl der Vereine ist 2025 leicht gewachsen.
Doch der Erfolg bringt Probleme. "Wenn man wächst, braucht man mehr Platz", betont Kluger. Großprojekte wie das Heinz-Steyer-Stadion seien schön, aber man brauche insgesamt mehr Platz für alle Vereine und Sportarten.
Besonders gefragt sind Sportangebote für Kinder und Jugendliche.
"Wir haben über 45.000 junge Mitglieder – dafür braucht es auch Platz für neue Trainingsgruppen", ergänzt Robert Baumgarten (56), Geschäftsführer vom Sportbund.
Bei den Sportarten liegt Fußball klar vorn, dahinter Klettern und Rehasport. Auch Handball, Basketball und Skateboarding legen kräftig zu – ebenso der Sport für die Generation 50 plus.