Nerven aus Stahl! Mutiger Fahrlehrer fängt Teenie-Rowdy

Dresden - Manchmal brauchen Fahrlehrer Nerven aus Stahl, doch das ging wohl über den normalen Verkehrswahnsinn hinaus.

Fahrlehrer Stefan Witzmann (36) fing den Crash-Fahrer.
Fahrlehrer Stefan Witzmann (36) fing den Crash-Fahrer.  © Ove Landgraf

Als sich der mutmaßliche Teenie-Schleuser Serhii S. (17) am Dienstag seine Verfolgungsjagd durch Dresden lieferte, war Stefan Witzmann (36) vom "VerkehrsCampus Merkert" gerade mit einer Schülerin unterwegs. Am Ende schnappte ausgerechnet er den Verkehrsrowdy.

Noch heute hat er Muskelkater von der Aktion. "Ich war gerade 20 Minuten mit einer Schülerin unterwegs", sagt Witzmann gegenüber TAG24. "Da habe ich ihn schon im Rückspiegel auf der Gegenfahrbahn kommen sehen. Und schon flogen nur noch Fahrzeugteile."

Der Ukrainer war in einen Mercedes gekracht, wollte anschließend zu Fuß flüchten. Die Fahrschülerin fuhr rechts an, setzte vorbildlich den Warnblinker und der Lehrer lief zur Unfallstelle.

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"Ich wollte sehen, ob wer Hilfe braucht", sagt er. "Aber da waren genug andere da. Da bin ich dem hinterher."

In diesen Mercedes krachte der Flüchtende mit dem gestohlen Caddy.
In diesen Mercedes krachte der Flüchtende mit dem gestohlen Caddy.  © Roland Halkasch
Der Ukrainer Serhii S. (17) landete einen Tag später in U-Haft.
Der Ukrainer Serhii S. (17) landete einen Tag später in U-Haft.  © Eric Hofmann

Flucht über Mauern und Zäune

Kein leichtes Unterfangen: Die Hatz ging über Mauern und Zäune in ein Gartengrundstück: "Als ich ihn hatte, waren wir beide außer Puste", sagt der Fahrlehrer. "Ich drückte ihn zu Boden, er deutete mit den Fingern eine Pistole am Kopf an. Keine Ahnung, was er damit sagen wollte."

Wenig später nahm die Polizei dann Serhii S. mit, mittlerweile sitzt er in U-Haft. Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Montage: Ove Landgraf, Eric Hofmann

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