Neuer Verkehrsplan für den Dresdner Fernsehturm: Hilft ein Baumwipfelpfad weiter?

Dresden - Voller Saal und viele Fragen: Die Sanierung des Dresdner Fernsehturms bewegt weiter die Gemüter. So war es auch am gestrigen Donnerstagabend im Gasthof Weißig. Dort stand ein fünfköpfiges Expertenpodium interessierten Dresdnern Rede und Antwort. Thema: verkehrliche Erschließung.

Das 252 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt soll für rund 26 Millionen Euro saniert werden.
Das 252 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt soll für rund 26 Millionen Euro saniert werden.  © imago/Sylvio Dittrich

Denn die Anwohner sind besorgt, wie die erwarteten 200.000 Gäste zum Turm kommen sollen. Die Lösung der Experten: ein Parkhaus an der Rossendorfer Straße samt Shuttlebus-Anschluss.

In der Nähe des Turmes soll es ein zweites, kleineres Parkhaus geben. Der Clou: Von diesem könnten die Besucher über einen barrierefreien Baumwipfelpfad zum Ziel gelangen.

Zudem gibt es die Vorstellung, die Dampfschifffahrt als Zubringer ins Boot zu holen. Die Seilbahn-Idee dagegen ist vom Tisch.

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Dresden Explosion am Bahnhof: Hoher Sachschaden nach Sprengung von Fahrkartenautomat

Für Zuhörer Marc Hörnig (24) ist die gute Erreichbarkeit eine Herzensangelegenheit: "Damit ich mit meinen Großeltern die Eierschecke mit der schönen Aussicht genießen kann."

Monika (67) und Lothar Hofmann (68) bedauern das Aus der Seilbahn-Idee. Wie andere auch hatte sich das Paar dafür begeistern können.
Monika (67) und Lothar Hofmann (68) bedauern das Aus der Seilbahn-Idee. Wie andere auch hatte sich das Paar dafür begeistern können.  © Thomas Türpe
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Streit um den Dresdner Fernsehturm: Kleine Brötchen backen oder umfangreiche Sanierung?

Marc Hörnig (24) freut sich schon riesig auf die Eröffnung des Fernsehturms. Allerdings muss das Verkehrskonzept stimmen.
Marc Hörnig (24) freut sich schon riesig auf die Eröffnung des Fernsehturms. Allerdings muss das Verkehrskonzept stimmen.  © Thomas Türpe

Der 24-Jährige setzt auf eine gut ausgebaute Quohrener Straße als Zubringer. Die soll laut Stadt ab 2025 entstehen. Die Ertüchtigung weiterer Wege ist in Planung. Dass die Zufahrtsstraßen unter dem Andrang verstopfen, soll ein Ticket- und Parkleitsystem verhindern.

Stefan Döring (51) von der Bürgerinitiative Fernsehturm schlug trotzdem erneut vor, "kleinere Brötchen zu backen". Heißt: Keine Massen zum Turm ziehen, sondern lediglich an den Sonntagen 100 Besucher hoch lassen.

Lars Knüpfer (47) von der Betreibergesellschaft hält in der Diskussion um die Kosten von 26 Millionen Euro dagegen: "Wenn wir den Turm für die Öffentlichkeit zugängig machen möchten, kommen wir an einer umfangreichen Sanierung nicht vorbei."

Titelfoto: imago/Sylvio Dittrich

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